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Os temporale: Unterschied zwischen den Versionen

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Der knöcherne [[Meatus acusticus externus]] ist etwa 2 cm lang. Er zieht nach innen und leicht nach rostral. Im [[Saggitalschnitt]] zeigt sich ein ovaler bzw. elliptischer Querschnitt. Der Boden, sowie die vordere und der untere Teil der hinteren Wand werden von der Pars tympanica geformt. Die Decke und der obere Teil der Hinterwand gehören zur Pars squamosa.
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Der knöcherne [[Meatus acusticus externus]] ist etwa 2 cm lang. Er zieht nach innen und leicht nach rostral. Im [[Sagittal]]schnitt zeigt sich ein ovaler bzw. elliptischer Querschnitt. Der Boden, sowie die vordere und der untere Teil der hinteren Wand werden von der Pars tympanica geformt. Die Decke und der obere Teil der Hinterwand gehören zur Pars squamosa.
 
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Version vom 1. August 2012, 18:36 Uhr

Synonym: Schläfenbein
Englisch: temporal bone

1 Definition

Das Os temporale gehört zu den Schädelknochen. Es ist eines der detailreichsten Knochen des menschlichen Körpers.

2 Überblick

Das Os temporale besteht aus 4 Teilen:

  • Pars squamosa ossis temporalis (Schläfenbeinschuppe)
  • Pars tympanica ossis temporalis (Paukenteil mit Gehörgang und Mittelohr
  • Pars mastoidea ossis temporalis (Warzenfortsatz)
  • Pars petrosa ossis temporalis (Felsenbein)

3 Pars squamosa ossis temporalis

3.1 Flächen

3.1.1 Facies temporalis

Die Außenfläche (Facies temporalis) der Schläfenbeinschuppe ist glatt und konvex. Sie dient als Ursprung des gleichnamigen Musculus temporalis und bildet einen Teil der Fossa temporalis. In ihrem posterioren Teil erkennt man eine vertikal aufsteigende Rinne, in der die Arteria temporalis media läuft.

Vom anterioren Teil der Facies temporalis entspringt ein prominenter Knochenfortsatz, der Processus zygomaticus ossis temporalis. Sein Oberrand ist dünn und scharf und dient ebenfalls als Ansatz für die Fascia temporalis. Der Unterrand ist dicker und gewölbt - an ihm entspringen die Fasern des Musculus masseter. Die laterale Oberfläche des Processus grenzt an das Subkutangewebe. Sein vorderes Ende artikuliert mit dem Processus temporalis des Os zygomaticum und bildet so den Jochbogen (Arcus zygomaticus). Am posterioren Ende des Processus zygomaticus stellen zwei Knochenleisten die Verbindung zur Schälfenbeinschuppe her. Hier findet man auch die mit Knorpel überzogene Fossa mandibularis. Der Processus zygomatics setzt sich nach dorsal in einer flachen Knochenleiste fort, der Crista supramastoidea. Sie dient als Ansatz für die Fascia temporalis und grenzt den Ursprung des Musculus temporalis ein. Etwa 1 cm unterhalb der Leiste - manchmal erkennbar durch Reste einer Sutur - verläuft die Grenze zwischen der Pars squamosa und der Pars mastoidea.

3.1.2 Facies cerebralis

Die Innenfläche der Schläfenbeinschuppe (Facies cerebralis) ist konkav. Sie zeigt flache Impressionen, die vom Temporallappen des Gehirns stammen und Knochenrinnen für die Äste der Arteria meningea media.

3.2 Ränder

Die Margo superior des Os temporale läuft dünn aus, wobei die Tabula externa die Tabula interna überragt. Sie artikuliert in der Sutura squamosa mit dem Os parietale. Die Margo antero-inferior ist dick und gezackt und artikuliert mit der Ala major des Os sphenoidale.

4 Pars tympanica ossis temporalis

Die Pars tympanica des Schläfenbeins ist ein gekrümmter Knochenabachnitt kaudal der Pars squamosa. Sie liegt vor dem Processus mastoideus und umgibt den Meatus acusticus externus. Die Pars tympanica entsteht als separater Knochen, der im Laufe des Schädelwachstums mit den anderen Anteilen des Os temporale verschmilzt. Bei einigen Säugetierarten bleibt sie jedoch als separater Knochen erhalten.

4.1 Flächen

Die posterosuperiore Fläche ist konkav und formt die vordere Wand, den Boden, sowie Teile der hinteren Wand des Meatus acusticus externus. Medial zeigt sich eine kleine Furche, an der das Trommelfell ansetzt, der so genannte Sulcus tympanicus.

Die anteroinferiore Fläche ist ebenfalls leicht konkav. Sie bildet die hintere Begrenzung des Fossa mandibularis und steht im Kontakt mit dem retromandibulären Teil der Ohrspeicheldrüse.

4.2 Ränder

Der laterale Rand der Pars tympanica, an dem der korpelige Teil des äußeren Gehörgangs ansetzt, weist eine rauhe Knochenoberfläche auf, in die Bindegewebsfasern einstrahlen.

Der Hinterand verbindet sich mit der Pars squamosa und der Pars mastoidea und formt die vordere Begrenzung der Fissura tympanomastoidea.

Der obere Rand steht lateral im Kontakt mit der Rückseite des Processus postglenoidalis, medial mit der Fissura petrotympanica.

Der mediale Anteil des Unterrands ist dünn und läuft scharf aus. Sein lateraler Anteil teilt sich auf, um als Processus vaginalis die Wurzel des Processus styloideus zu umfassen.

4.3 Sonstige Strukturen

Der knöcherne Meatus acusticus externus ist etwa 2 cm lang. Er zieht nach innen und leicht nach rostral. Im Sagittalschnitt zeigt sich ein ovaler bzw. elliptischer Querschnitt. Der Boden, sowie die vordere und der untere Teil der hinteren Wand werden von der Pars tympanica geformt. Die Decke und der obere Teil der Hinterwand gehören zur Pars squamosa.

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