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Ortner-Syndrom

Version vom 7. April 2020, 12:13 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

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nach Norbert Ortner (1865-1935), österreichischer Internist
Synonyme: kardiovokales Syndrom, Ortner-Syndrom I
Englisch: Ortner's syndrome, cardiovocal syndrome

1 Definition

Bei dem Ortner-Syndrom handelt es sich um eine linksseitige Rekurrensparese, die durch eine Druckwirkung bei vergrößertem linken Herzvorhof entsteht.

nicht verwechseln mit: Ortner-Syndrom II (Synonym für Angina abdominalis)

2 Ätiologie

Der Nervus laryngeus recurrens schlingt sich auf der linken Seite um den Aortenbogen und verläuft anschließend zwischen Ösophagus und Trachea zum Kehlkopf. Er ist für die motorische Innervation der Kehlkopfmuskeln (mit Ausnahme des Musculus cricothyroideus) zuständig.

Der Vorhofdilatation beim Ortner-Syndrom liegt klassischerweise eine Mitralstenose zugrunde. Die druckbedingte Kompression des benachbarten Nervus laryngeus recurrens sinister führt schließlich zur Heiserkeit. Auch andere Grunderkrankungen können eine Kompression des linken Nervus laryngeus recurrens bedingen, z.B. ein Vorhofseptumdefekt oder ein Aortenaneurysma.

3 Therapie

Das Ortner-Syndrom wird durch Behandlung der Grunderkrankung therapiert. Die Reversibilität der Nervenschädigung (und damit die Prognose) sind abhängig vom Zeitraum bis zur Behebung der Kompression.

4 Quellen

Diese Seite wurde zuletzt am 20. März 2020 um 16:40 Uhr bearbeitet.

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