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Ord-Thyreoiditis

Version vom 10. Mai 2005, 19:56 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Autoimmunthyreopathie Typ 1B, Autoimmunthyreopathie Typ 2B, Atrophische Thyreoiditis
Englisch: Ord-thyroiditis, Ord thyroiditis, Ord's thyroiditis, Ord's disease

1 Definition

Bei der Ord-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunthyreopathie, die mit einer Verkleinerung der Schilddrüse und meist einer Hypothyreose vergesellschaftet ist. Das Krankheitsbild wurde erstmals im Jahre 1877 durch W. M. Ord beschrieben.

2 Ätiologie und Pathogenese

Ursächlich ist eine Bildung von mikrosomalen Antikörpern gegen die Schilddrüsen-Peroxidase (TPO-AK, MAK) und von Antikörpern gegen Thyreoglobulin (Tg-AK). Diese führen zu einer chronischen Entzündung und einer Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion Struma.

3 Einteilung

  • Autoimmunthyreopathie Typ 1B: Euthyreote Stoffwechsellage
  • Autoimmunthyreopathie Typ 2B: Hypothyreose

4 Diagnostik

Diagnostische Kriterien für eine Ord-Thyreoiditis sind:

  • kleine, sonographisch echoarme Schilddrüse
  • Hypothyreose (nicht obligat)
  • Positive Tg-AK und TPO-AK.

Im Gegensatz zur Hashimoto-Thyreoiditis ist bei der Ord-Thyreoiditis die Schilddrüse verkleinert.

5 Therapie

Die Therapie einer Hypothyreose im Rahmen einer Ord-Thyreoiditis besteht in der Substitution von L-Thyroxin.

6 Prognose

Eine Ord-Thyreoiditis heilt nicht aus, die T4-Substitution muß lebenslänglich erfolgen. Gelegentlich kann es zur Ausbildung zervikaler Lymphome kommen, weshalb in regelmäßigen Abständen Schilddrüsen-Sonographien erforderlich sind.

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