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Optisch-enzymatischer Test

Version vom 5. September 2014, 20:24 Uhr von Thomas Simon (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Der optisch-enzymatische Test ist ein photometrisches Messverfahren, das der Aktivitätsbestimmung eines Enzyms dient.

2 Voraussetzungen

Um die Aktivität eines Enzyms zu messen, müssen alle an der Reaktion beteiligten Stoffe im Überschuss vorliegen, die Messung im pH-Optimum erfolgen sowie auf eine standardisierte Temperatur geachtet werden.

3 Arten des optisch-enzymatischen Tests

Man unterscheidet den einfachen optisch-enzymatischen Test und den zusammengesetzten optisch-enzymatischen Test.

3.1 Einfach optisch-enzymatischer Test

Die Aktivität von Enzymen, die NAD+ oder NADP+ als Cofaktor benötigen, wird mittels des einfach optisch-enzymatischen Tests gemessen. Grundlage ist dabei die Änderung des Absorptionsmaximums des Cofaktors. In der reduzierten Form als NADH bzw. NADPH kommt es zu zwei Absorptionsmaxima der Cofaktoren bei 340 und 260 nm; kommt es zur Oxidation kommt es lediglich zu einem Absortionsmaximum bei 260 nm. Diese Änderung wird mittels eines Photometers gemessen und anschließend mittels des Lambert-Beer’schen Gesetzes die Konzentration des Substrates berechnet, die in einer bestimmten Zeit umgesetzt wurde.

3.2 Zusammengesetzter optisch-enzymatischer Test

Dieser Test wird bei Reaktionen angewendet, die NAD+ bzw. NADP+ nicht als Cofaktor benötigen. Man versucht, eine Reaktion der eigentlichen Reaktion nachzuschalten, um so indirekt die Aktivität des Enzyms zu messen.

Fachgebiete: Labormedizin

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