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Opioidrezeptor

Version vom 21. April 2004, 13:47 Uhr von 213.221.99.137 (Diskussion)

Synonym: Opiatrezeptor

Opioidrezeptoren sind vor allem im ZNS, aber auch in vielen anderen Geweben (beispielsweise im Darm) vorkommende Transmembranrezeptoren, die der Familie der Endorphin-Rezeptoren zuzurechnen sind. Sie werden in 4 Gruppen eingeteilt:

  • µ-Rezeptoren: Stimulation dieser Rezeptoren bewirkt supraspinale Analgesie, Atemdepression, Miosis, Bradykardie und Euphorie. Die antitussiven Effekte und die spastische Lähmung des Darmes,die durch µ-Rezeptoren vermittelt werden, gehören zu den häufigsten Effekten, die man durch die therapeutische Gabe von Opiatderivaten (Codein, Loperamid) erreichen will. Die regelmäßige Stimulation der µ-Rezeptoren führt zu Toleranzentwicklung und Abhängigkeit.
  • κ-Rezeptoren: Stimulation bewirkt spinale Analgesie, Sedierung, ebenfalls Miosis und unter Umständen auch Dysphorie.
  • σ-Rezeptoren: Bei Reizung erfolgen Kreislaufstimulation und Mydriasis. Es treten Toleranz und Dysphorie/Haluzinationen auf.
  • δ-Rezeptoren: Reizung ruft eine stressinduzierte und spinale Analgesie sowie Atemdepression, Hypotonie und Toleranzentwicklung hervor.

Opioide unterscheiden sich in ihren klinischen Effekten durch unterschiedliche Affinität zu den einzelnen Rezeptortypen. Die Wirkung von Opiumderivaten an ihren Rezeptoren kann durch die Gabe der Medikamente Naloxon oder Naltrexon aufgehoben werden.

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Fachgebiete: Biochemie, Pharmakologie

Diese Seite wurde zuletzt am 23. September 2019 um 10:42 Uhr bearbeitet.

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