Zur Zeit steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Zur Zeit steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

das Flexikon denkt gerade nach, deshalb steht es nur im Lesemodus zur Verfügung

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Opioidantagonist: Unterschied zwischen den Versionen

K (Änderungen von C2856FFA40305 (Diskussion) wurden auf die letzte Version von Dr. Frank Antwerpes zurückgesetzt)
Zeile 7: Zeile 7:
 
Opioidantagonisten wie [[Naloxon]] und [[Naltrexon]] werden primär als [[Antidot]]e zur Termination einer [[Opioidintoxikation]] angewendet.
 
Opioidantagonisten wie [[Naloxon]] und [[Naltrexon]] werden primär als [[Antidot]]e zur Termination einer [[Opioidintoxikation]] angewendet.
  
In der [[Anästhesiologie]] therapiert man mit Opioidantagonisten den postanästhetischen [[Opioid]]-Überhang durch mittel- und/oder langwirksame [[Opioid]]e. Ultrakurz wirkende [[Opioid]]e wie [[Remifentanil]] bedürfen in der Regel keiner [[Antagonist|Antagonisierung]].
+
In der [[Anästhesiologie]] therapiert man mit Opioidantagonisten den [[postanästhetisch]]en Opioid-Überhang durch mittel- und/oder langwirksame Opioide. Ultrakurz wirkende Opioide wie [[Remifentanil]] bedürfen in der Regel keiner [[Antagonisierung]].
  
 
In der [[Psychiatrie]] finden Opioidantagonisten als Antiaddiktiva - [[Medikament]]e gegen die [[Sucht]] - Anwendung. Naltrexon wird vor allem bei [[Alkohol]]- und [[Opioidababhängigkeit]] eingesetzt.
 
In der [[Psychiatrie]] finden Opioidantagonisten als Antiaddiktiva - [[Medikament]]e gegen die [[Sucht]] - Anwendung. Naltrexon wird vor allem bei [[Alkohol]]- und [[Opioidababhängigkeit]] eingesetzt.
  
 
==Wirkungsmechanismus==
 
==Wirkungsmechanismus==
Opioidantagonisten besetzen die [[Opioidrezeptor]]en mit unterschiedlicher [[Affinität]], [[Intrinsische Aktivität|intrinsischer Aktivität]] und Dauer. [[Wirkstoff]]e wie [[Nalbuphin]] sind [[Antagonist]]en am [[µ-Opioidrezeptor|M-Opioidrezeptor]] und [[Agonist]]en am κ-[[Opioidrezeptor]]. [[Buprenorphin]] agiert als partieller [[Agonist]] am [[µ-Opioidrezeptor|M-Opioidrezeptor]] und [[Antagonist|antagonisiert]] gleichzeitig die κ und δ [[Opioidrezeptor]]en. Dadurch entstehen unterschiedliche [[Pharmakodynamik|pharmakodynamisch]]e Profile, von denen in der [[Medizin]] profitiert wird.
+
Opioidantagonisten besetzen die Opioidrezeptoren mit unterschiedlicher [[Affinität]], [[intrinsischer Aktivität]] und Dauer. Wirkstoffe wie [[Nalbuphin]] sind [[Antagonist]]en am [[µ-Opioidrezeptor]] und [[Agonist]]en am [[κ-Opioidrezeptor]]. [[Buprenorphin]] agiert als [[partieller Agonist]] am µ-Opioidrezeptor und antagonisiert gleichzeitig die κ- und [[δ-Opioidrezeptor|δ-Rezeptor]]en. Dadurch entstehen unterschiedliche Wirkungsweisen, von denen in der Medizin profitiert wird.
  
 
==Substanzen==
 
==Substanzen==
Zeile 21: Zeile 21:
 
* [[Pentazocin]]
 
* [[Pentazocin]]
 
* [[Buprenorphin]]
 
* [[Buprenorphin]]
*Cyprodim
 
*Naltrindol
 
*Norbinaltorphimine
 
 
[[Fachgebiet:Pharmakologie]]
 
[[Fachgebiet:Pharmakologie]]
 
[[Tag:Anatagonist]]
 
[[Tag:Anatagonist]]
 
[[Tag:Opioid]]
 
[[Tag:Opioid]]
 
[[Tag:Opioid-Antagonist]]
 
[[Tag:Opioid-Antagonist]]

Version vom 17. Juni 2013, 23:28 Uhr

Englisch: opioid antagonist

1 Definition

Opioidantagonisten sind Substanzen bzw. Arzneistoffe, die an Opioidrezeptoren wirken und dort die Wirkung der Opioide partiell oder komplett aufheben.

2 Anwendung

Opioidantagonisten wie Naloxon und Naltrexon werden primär als Antidote zur Termination einer Opioidintoxikation angewendet.

In der Anästhesiologie therapiert man mit Opioidantagonisten den postanästhetischen Opioid-Überhang durch mittel- und/oder langwirksame Opioide. Ultrakurz wirkende Opioide wie Remifentanil bedürfen in der Regel keiner Antagonisierung.

In der Psychiatrie finden Opioidantagonisten als Antiaddiktiva - Medikamente gegen die Sucht - Anwendung. Naltrexon wird vor allem bei Alkohol- und Opioidababhängigkeit eingesetzt.

3 Wirkungsmechanismus

Opioidantagonisten besetzen die Opioidrezeptoren mit unterschiedlicher Affinität, intrinsischer Aktivität und Dauer. Wirkstoffe wie Nalbuphin sind Antagonisten am µ-Opioidrezeptor und Agonisten am κ-Opioidrezeptor. Buprenorphin agiert als partieller Agonist am µ-Opioidrezeptor und antagonisiert gleichzeitig die κ- und δ-Rezeptoren. Dadurch entstehen unterschiedliche Wirkungsweisen, von denen in der Medizin profitiert wird.

4 Substanzen

Zu den Opioidrezeptoren zählen u.a.:

Diese Seite wurde zuletzt am 17. Juni 2013 um 23:08 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

3 Wertungen (3.33 ø)

20.099 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: