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Oligodendrozyt

Version vom 2. April 2013, 01:29 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

von griechisch: oligo - wenig und dendron - Baum
Synonym: Oligodendrogliazelle
Englisch: oligodendrocyte

1 Definition

Oligodendrozyten sind Gliazellen, die in der grauen und weißen Substanz des Zentralnervensystems als "Satellitenzellen" die Myelinscheiden der Axone bilden und sich im Gegensatz zum Bindegewebe vom Ektoderm ableiten.

2 Morphologie

Im Vergleich zu den Astrozyten sind Oligodendrozyten graziler und bilden weniger Zellfortsätze aus. Sie erinnern sie im mikroskopischen Schnittbild an Bäume mit gelichtetem Astbestand - daher der Name. Ihre Zellfortsätze umgeben wie die Schwann-Zellen im PNS spiralförmig die Axone der Nervenzellen und isolieren sie gegenüber der Umgebung.

Oligodendrozyten kommen überwiegend in der weißen Hirnsubstanz vor, seltener in der grauen Substanz.

siehe auch: Oligodendroglia

3 Pathophysiologie

Die Zerstörung der Myelinscheide, die durch die Oligodendrozyten gebildet wird, ist eine charakteristische morphologische Veränderung bei Multipler Sklerose.

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Februar 2014 um 16:32 Uhr bearbeitet.

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