Nissl-Färbung

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Englisch: Nissl staining

1 Definition

Die Nissl-Färbung ist eine klassische histologische Färbetechnik, die zur Hervorhebung der strukturellen Eigenschaften von Nervenzellen verwendet wird und ermöglicht so z.B. eine Unterscheidung von Gliazellen oder die Untersuchung der spezifischen Zytoarchitektur in verschiedenen Bereichen des Gehirns.

2 Histologie

Für die Färbung der histologischen Schnitte werden meist Kresylviolett, Toluidinblau oder Thionin als basische Farbstoffe eingesetzt, welche an die negativ geladenen (basophilen) Strukturen wie RNA und DNA binden. Nucleoli (RNA) werden so blau und die charakteristischen Nissl-Schollen dunkelblau-violett (Ribosomen, rRNA) gefärbt. Die im Zellkern lokalisierte DNA erhält einen ähnlichen Farbton. Da die Zellorganellen nur im Nervenzellkörper vorliegen, nicht aber in dessen Fortsätzen (Axon, Dendrit), werden nur die Zellkörper angefärbt. Auf diese Weise kann der Axonhügel auch auf Nissl-gefärbten Präparaten erkannt werden.

Für die Darstellung der Fortsätze eines Neurons eignet sich insbesondere die Golgi-Färbung.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Nissl-F%C3%A4rbung&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Nissl-F%C3%A4rbung

Fachgebiete: Histologie

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