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'''Nimodipin''' ist ein [[Kalziumkanalblocker]] aus der Gruppe der [[Dihydropyridin]]e. Wegen seiner guten [[Liquorgängigkeit]] wird Nimodipin vorwiegend in der [[Neurologie]] und der [[Neurochirurgie]] eingesetzt.
 
'''Nimodipin''' ist ein [[Kalziumkanalblocker]] aus der Gruppe der [[Dihydropyridin]]e. Wegen seiner guten [[Liquorgängigkeit]] wird Nimodipin vorwiegend in der [[Neurologie]] und der [[Neurochirurgie]] eingesetzt.
  
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Nimodipin wird gegen [[cerebral]]e [[Vasospasmus|Vasospasmen]] eingesetzt. Nach einer [[Subarachnoidalblutung]] ist Nimodipin das Mittel der ersten Wahl in der [[Prophylaxe]] der Vasospasmen. Außerdem findet Nimodipin als Therapeutikum bei [[ischämisch]]en [[Insult]]en Verwendung.
 
Nimodipin wird gegen [[cerebral]]e [[Vasospasmus|Vasospasmen]] eingesetzt. Nach einer [[Subarachnoidalblutung]] ist Nimodipin das Mittel der ersten Wahl in der [[Prophylaxe]] der Vasospasmen. Außerdem findet Nimodipin als Therapeutikum bei [[ischämisch]]en [[Insult]]en Verwendung.
  
 
Nimodipin wird in der [[Geriatrie]] auch als [[Nootropikum]] verwendet.
 
Nimodipin wird in der [[Geriatrie]] auch als [[Nootropikum]] verwendet.
  
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Nimodipin relaxiert präferenziell die Gefäßwände der [[zerebral]]en [[Blutgefäß]]e durch die Blockade der spannungsabhängigen [[Kalziumkanal|Kalziumkanäle]] vom L-Typ. So wird der Kalziumeinstrom in [[glatte Muskulatur|glatte Muskelzellen]] gehemmt, was zu einer Herabsetzung des [[Muskeltonus]] führt. Durch den herabgesetzen Muskeltonus tritt auch die Zielwirkung der Kalziumkanalblocker ein: Das betroffene Gefäß [[dilatiert]].
 
Nimodipin relaxiert präferenziell die Gefäßwände der [[zerebral]]en [[Blutgefäß]]e durch die Blockade der spannungsabhängigen [[Kalziumkanal|Kalziumkanäle]] vom L-Typ. So wird der Kalziumeinstrom in [[glatte Muskulatur|glatte Muskelzellen]] gehemmt, was zu einer Herabsetzung des [[Muskeltonus]] führt. Durch den herabgesetzen Muskeltonus tritt auch die Zielwirkung der Kalziumkanalblocker ein: Das betroffene Gefäß [[dilatiert]].
  
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Nach der [[oral]]en Einnahme werden die höchsten [[Plasmakonzentration]]en nach 60-90 Minuten erreicht. Die orale [[Bioverfügbarkeit]] liegt bei ca. 16%. Der Wirkstoff wird über [[CYP3A4]]-[[Enzyme]] metabolisiert und zum größten Teil mit dem [[Urin]] ausgeschieden.
  
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*[[Instabile Angina pectoris]]
 
*[[Instabile Angina pectoris]]

Version vom 28. November 2018, 17:29 Uhr

Englisch: Niodipine
Handelsname: Nimotop®

1 Definition

Nimodipin ist ein Kalziumkanalblocker aus der Gruppe der Dihydropyridine. Wegen seiner guten Liquorgängigkeit wird Nimodipin vorwiegend in der Neurologie und der Neurochirurgie eingesetzt.

2 Anwendung

Nimodipin wird gegen cerebrale Vasospasmen eingesetzt. Nach einer Subarachnoidalblutung ist Nimodipin das Mittel der ersten Wahl in der Prophylaxe der Vasospasmen. Außerdem findet Nimodipin als Therapeutikum bei ischämischen Insulten Verwendung.

Nimodipin wird in der Geriatrie auch als Nootropikum verwendet.

3 Wirkungsmechanismus

Nimodipin relaxiert präferenziell die Gefäßwände der zerebralen Blutgefäße durch die Blockade der spannungsabhängigen Kalziumkanäle vom L-Typ. So wird der Kalziumeinstrom in glatte Muskelzellen gehemmt, was zu einer Herabsetzung des Muskeltonus führt. Durch den herabgesetzen Muskeltonus tritt auch die Zielwirkung der Kalziumkanalblocker ein: Das betroffene Gefäß dilatiert.

4 Pharmakokinetik

Nach der oralen Einnahme werden die höchsten Plasmakonzentrationen nach 60-90 Minuten erreicht. Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei ca. 16%. Der Wirkstoff wird über CYP3A4-Enzyme metabolisiert und zum größten Teil mit dem Urin ausgeschieden.

5 Nebenwirkungen

Die häufigste Nebenwirkung ist die Hypotension.

Weiterhin können für Kalziumkanalblocker typische Nebenwirkungen auftreten, u.a:

6 Kontraindikation

Fachgebiete: Arzneimittel

Diese Seite wurde zuletzt am 28. November 2018 um 20:07 Uhr bearbeitet.

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