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Nikotinrezeptor: Unterschied zwischen den Versionen

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* an den [[motorische Endplatte|motorischen Endplatten]] der [[quergestreifte Muskulatur|quergestreiften Muskulatur]]
 
* an den [[motorische Endplatte|motorischen Endplatten]] der [[quergestreifte Muskulatur|quergestreiften Muskulatur]]
 
* im [[ZNS]]
 
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Des Weiteren finden sich Nikotinrezeptoren z.B. in der [[Milz]], in [[Lymphknoten]] und in [[Lymphozyt]]en. Außerdem spielen sie eine wichtige regulatorische Rolle bei [[Entzündung]]sprozessen und im [[Immunsystem]].
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Die Rezeptorendichte an der [[postsynaptisch]]en Membran ist hoch. Sie beträgt etwa 10<sup>4</sup>/μm<sup>2</sup>. Des Weiteren finden sich Nikotinrezeptoren z.B. in der [[Milz]], in [[Lymphknoten]] und in [[Lymphozyt]]en.  
  
 
==Struktur==
 
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Nikotinrezeptoren bestehen aus 5 [[Protein-Untereinheit]]en, die sich ringförmig als [[Ionenkanal]] anordnen. Jede Untereinheit besteht aus vier [[Transmembrandomäne]]n, wobei 17 verschiedene Typen existieren. Dabei werden die Untereinheiten in 4 Gruppen eingeteilt:
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Nikotinrezeptoren bestehen aus 5 [[Protein-Untereinheit]]en, die sich ringförmig als [[Ionenkanal]] anordnen. Jede Untereinheit besteht aus vier [[Transmembrandomäne]]n, wobei vier Gruppen mit insgesamt 17 verschiedenen Suptypen existieren.
  
 
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Nikotinrezeptoren an motorischen Endplatten bestehen entweder aus der Kombination (α1)<sub>2</sub>β1δε (adulte Form) oder aus (α1)<sub>2</sub>β1δγ (fetale Form).  
 
Nikotinrezeptoren an motorischen Endplatten bestehen entweder aus der Kombination (α1)<sub>2</sub>β1δε (adulte Form) oder aus (α1)<sub>2</sub>β1δγ (fetale Form).  
  
In Nervenzellen kommen Nikotinrezeptoren in diversen Variationen vor, z.B. als [[Homomer]] (α7)<sub>5</sub> oder als Heteromer (α4)<sub>2</sub>(β2)<sub>3</sub> im Gehirn sowie als Ganglion-Subtyp α<sub>3</sub>β<sub>4</sub>.
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In Nervenzellen kommen Nikotinrezeptoren in diversen Variationen vor, z.B. als [[Homomer]] (α7)<sub>5</sub> oder als [[Heteromer]] (α4)<sub>2</sub>(β2)<sub>3</sub> im [[Gehirn]] sowie als [[Ganglion]]-Subtyp α<sub>3</sub>β<sub>4</sub>.
  
Im Muskeltyp bindet Acetylcholin an der α-, γ- oder ε-Untereinheit, in Nervenzellen an der α- oder β-Untereinheit. Unter physiologischen Bedingungen öffnet sich ein ca. 0,65 nm breiter Kanal nach Bindung von zwei Acetylcholin-Molekülen. Anschließend kommt es zum unselektiven Kationeneinstrom (v.a. Natrium, Kalium) und zur Depolarisierung der Zelle.
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Im Muskeltyp bindet Acetylcholin an der α-, γ- oder ε-Untereinheit, in Nervenzellen an der α- oder β-Untereinheit. Unter physiologischen Bedingungen öffnet sich ein ca. 0,65 nm breiter Kanal nach Bindung von zwei Acetylcholin-[[Molekül]]en. Anschließend kommt es zum unselektiven [[Kation]]eneinstrom (v.a. [[Natrium]] und [[Kalium]]) und zur [[Depolarisierung]] der [[Zelle]].
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Nikotinrezeptoren dienen der nervalen bzw. [[neuromuskulär]]en Signalübertragung. Außerdem spielen sie eine wichtige regulatorische Rolle bei [[Entzündung]]sprozessen und im [[Immunsystem]].
  
 
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Zu den [[Nikotinerger Agonist|Agonisten]] des Nikotinrezeptors zählen neben Acetylcholin und Nikotin u.a.:  
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Zu den [[Agonist|Agonisten]] des Nikotinrezeptors zählen neben Acetylcholin und Nikotin u.a.:  
* Cholin  
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* Epibatidine
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* [[Epibatidin]]
* Lobeline
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* [[Lobelin]]
* Dimethylphenylpiperazinium (nur Ganglion-Subtyp)
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* [[Dimethylphenylpiperazinium]] (nur Ganglion-Subtyp)
* Cytisine
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* [[Cytisin]]
* Suxamethonium (Succinylcholin)
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* [[Succinylcholin]]
* Carbachol  
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* [[Carbachol]]
* Galantamine
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* [[Galantamin]]
* Varenicline
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* [[Vareniclin]]
  
[[Nikotinerger Antagonist|Nikotinerge Antagonisten]] sind u.a.:  
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[[Antagonist]]en des Nikotinrezeptor sind u.a.:  
* Tubocurarine
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* [[Tubocurarin]]
* Mecamylamine
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* [[Mecamylamine]]
* Strychnin
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* [[Strychnin]]
* α-Bungarotoxin  
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* [[α-Bungarotoxin]]
* Hexamethonium
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* [[Hexamethonium]]
* α-Conotoxine
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* [[α-Conotoxin]]e
* Tubocurarine
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* [[Tubocurarin]]
* Pancuronium  
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* [[Pancuronium]], [[Atracurium]], [[Mivacurium]], [[Vecuronium]]
* Altracurium, Mivacurium, Vecuronium  
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* [[Dextromethorphan]]
* Dextromethorphan
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Aktuelle Version vom 14. November 2019, 20:50 Uhr

Synonyme: Nikotinerger Acetylcholinrezeptor, nikotinischer Acetylcholinrezeptor, nikotinerger Rezeptor, n-Cholinrezeptor
Englisch: nicotinic acetylcholine receptor

1 Definition

Nikotinrezeptoren, kurz nAChR, sind membranständige, ionotrope Rezeptoren insbesondere in Nervenzellen und Muskelfasern. Agonisten sind u.a. Acetylcholin und Nikotin.

2 Vorkommen

Nikotinrezeptoren finden sich:

Die Rezeptorendichte an der postsynaptischen Membran ist hoch. Sie beträgt etwa 104/μm2. Des Weiteren finden sich Nikotinrezeptoren z.B. in der Milz, in Lymphknoten und in Lymphozyten.

3 Struktur

Nikotinrezeptoren bestehen aus 5 Protein-Untereinheiten, die sich ringförmig als Ionenkanal anordnen. Jede Untereinheit besteht aus vier Transmembrandomänen, wobei vier Gruppen mit insgesamt 17 verschiedenen Suptypen existieren.

Neuronaler Typ Muskel-Typ
I II III IV
  • α9, α10
  • α7, α8
  • α2, α3, α4, α6
  • β2, β4
  • β3, α5
  • α1, β1, δ, γ, ε

Nikotinrezeptoren an motorischen Endplatten bestehen entweder aus der Kombination (α1)2β1δε (adulte Form) oder aus (α1)2β1δγ (fetale Form).

In Nervenzellen kommen Nikotinrezeptoren in diversen Variationen vor, z.B. als Homomer (α7)5 oder als Heteromer (α4)2(β2)3 im Gehirn sowie als Ganglion-Subtyp α3β4.

Im Muskeltyp bindet Acetylcholin an der α-, γ- oder ε-Untereinheit, in Nervenzellen an der α- oder β-Untereinheit. Unter physiologischen Bedingungen öffnet sich ein ca. 0,65 nm breiter Kanal nach Bindung von zwei Acetylcholin-Molekülen. Anschließend kommt es zum unselektiven Kationeneinstrom (v.a. Natrium und Kalium) und zur Depolarisierung der Zelle.

4 Funktion

Nikotinrezeptoren dienen der nervalen bzw. neuromuskulären Signalübertragung. Außerdem spielen sie eine wichtige regulatorische Rolle bei Entzündungsprozessen und im Immunsystem.

5 Liganden

Zu den Agonisten des Nikotinrezeptors zählen neben Acetylcholin und Nikotin u.a.:

Antagonisten des Nikotinrezeptor sind u.a.:


*An der postsynaptischen Membran der Effektororgane des Parasympathikus finden sich Muskarinrezeptoren.

Diese Seite wurde zuletzt am 14. November 2019 um 20:50 Uhr bearbeitet.

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