Neurom

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Englisch: neuroma

1 Definition

Ein Neurom ist eine reaktive Hyperplasie des Nervengewebes.

2 Hintergrund

Neurome sind keine echte Neoplasie, wie beispielsweise Neurinome, sondern eine reaktive Gewebsneubildung, die beim traumatischen Neurom histologisch aus regenerierenden Axonen, Schwann-Zellen und perineuralem Hüllgewebe um neu gebildete Nervenfaszikel besteht. In der unmittelbaren Umgebung sieht man eine Proliferation des Bindegewebes mit zahlreichen Blut- und Lymphgefäßen.

3 Einteilung

Man unterschiedet zwei Formen von Neuromen:

3.1 Traumatisches Neurom

Das traumatische Neurom entsteht durch Proliferation des verletzten Nervengewebes nach einer Verletzung oder vollständigen Durchtrennung des Nervens, z.B. nach einer Amputation im Stumpfbereich. Im Verlauf eines Nerven ist es spindelförmig, am Ende eines abgetrennten Nervs knollenartig.

Traumatische Neurome können so genannte Phantomschmerzen verursachen.

3.2 Morton-Neurom

Das Morton-Neurom kommt im Rahmen einer Morton-Neuralgie vor. Es tritt bevorzugt an den Interdigitalnerven zwischen dem 3. und 4. bzw. dem 2. und 3. Metatarsalköpfchen auf. Histologisch gesehen handelt es sich um eine perineurale Fibrose, die durch eine chronische Fehlbelastung des Fußes entsteht.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Neurom&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Neurom

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Fachgebiete: Pathologie

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