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Neuroleptische Potenz: Unterschied zwischen den Versionen

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Die neuroleptische Potenz korreliert mit der Blockade der D2-Rezeptoren im [[ZNS]]. Das heißt, dass [[Medikament]]e, die eine hohe [[Affinität]] zu diesen Rezeptoren haben und diese auch blockieren, als hochpotent angesehen werden ([[Haloperidol]], [[Benperidol]]).
 
Die neuroleptische Potenz korreliert mit der Blockade der D2-Rezeptoren im [[ZNS]]. Das heißt, dass [[Medikament]]e, die eine hohe [[Affinität]] zu diesen Rezeptoren haben und diese auch blockieren, als hochpotent angesehen werden ([[Haloperidol]], [[Benperidol]]).
  
Es gibt aber auch einen anderen Ansatz in der Definition der neuroleptischen Potenz. Laut ''Haase'' ist die neuroleptische Potenz derjenige [[Dosis]]abhängige Effekt, der die neuroleptische Schwelle überschreitet. Gemessen wurde diese Schwelle, in dem man den [[Patient]]en [[konventionelle Neuroleptika]] gab und die solange hoch dosierte, bis diese Patienten Beeinträchtigungen in der [[Feinmotorik]] zeigten und beim Schreibtest [[zittern|zittrige]] [[Hand|Hände]] hatten. Also ist die neuroleptische Potenz, laut der Definition von Haase, die Fähigkeit eines Neuroleptikums in einer bestimmten Dosis [[EPMS]] auszulösen. Hochpotente Neuroleptika lösen [[Dyskinesie]]n im niedrigen Dosibereich und niederpotente eben in hohen Dosen aus.
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Es gibt aber auch einen anderen Ansatz in der Definition der neuroleptischen Potenz. Laut ''Haase'' ist die neuroleptische Potenz derjenige [[Dosis]]abhängige Effekt, der die neuroleptische Schwelle überschreitet. Gemessen wurde diese Schwelle, in dem man den [[Patient]]en [[konventionelle Neuroleptika]] gab und die solange hoch dosierte, bis diese Patienten Beeinträchtigungen in der [[Feinmotorik]] zeigten und beim Schreibtest [[zittern|zittrige]] [[Hand|Hände]] hatten. Also ist die neuroleptische Potenz, laut der Definition von Haase, die Fähigkeit eines Neuroleptikums in einer bestimmten Dosis das [[EPMS]] zu beeinflußen und [[Dyskinesie]]n auszulösen. Hochpotente Neuroleptika lösen Dyskinesien im niedrigen Dosibereich und niederpotente eben in hohen Dosen aus.
  
 
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Niederpotente Neuroleptika wirken schwach antipsychotisch, dafür aber umso stärker [[sedierend]] und [[psychomotorisch]] dämpfend. Sie werden in der antipsychotischen Indikation kaum oder nicht mehr eingesetzt, eignen sich aber gut dafür, (psychomotorisch) [[Agitiertheit|agitierte]] Patienten zu sedieren.Sie werden auch gegen [[Schlafstörung]]en und [[Angst|Ängste]] eingesetzt.  
  
Beachtet werden sollte ihre gleichzeitig vorhandene [[anticholinerg]]e Aktivität.  
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Niederpotente Medikamente lösen seltener [[extrapyramidalmotorisch]]e Störungen aus, als hochpotente. Beachtet werden sollte aber ihre gleichzeitig vorhandene [[anticholinerg]]e Aktivität.  
  
 
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Mittelpotente Neuroleptika nehmen eine Zwischenenstellung ein. Sie haben eine stärkere antipsychotische Wirkung bei gleichzeitiger, mäßiger Sedierung. In hohen Dosen können sie auch gegen die [[Plussymptomatik]] der [[Schizophrenie]]n eingesetzt werden. Dazu zählen u.a.:
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Mittelpotente Neuroleptika nehmen eine Zwischenenstellung ein. Sie haben eine stärkere antipsychotische Wirkung bei gleichzeitiger, mäßiger Sedierung. In hohen Dosen können sie auch gegen die [[Plussymptomatik]] der [[Schizophrenie]]n eingesetzt werden. Dazu zählen:
 
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===Hochpotente Neuroleptika===
 
===Hochpotente Neuroleptika===
Hochpotente Neuroleptika haben eine starke bis sehr starke Wirkung auf die Plussymptomatik und verursachen minimale Sedation. In sehr hohen Dosen wirken sie aber auch sedierend. Als hochpotent können u.s. folgende [[Medikament]]e eingestuft werden:
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Hochpotente Neuroleptika haben eine starke bis sehr starke Wirkung auf die Plussymptomatik und verursachen minimale Sedation, dafür  häufiger Störungen des EPMS. In sehr hohen Dosen wirken sie aber auch sedierend. Als hochpotent können u.s. folgende [[Medikament]]e eingestuft werden:
 
*[[Perphenazin]]
 
*[[Perphenazin]]
 
*[[Flupentixol]]
 
*[[Flupentixol]]

Version vom 24. Juli 2013, 20:48 Uhr

Synonym: antipsychotische Potenz
Englisch: neuroleptic potency

1 Definition

Die neuroleptische Potenz ist ein Maß für die antipsychotische Wirksamkeit eines Wirkstoffes. Als Referenzsubstanz gilt das Chlorpromazin.

2 Hintergrund

Die neuroleptische Potenz korreliert mit der Blockade der D2-Rezeptoren im ZNS. Das heißt, dass Medikamente, die eine hohe Affinität zu diesen Rezeptoren haben und diese auch blockieren, als hochpotent angesehen werden (Haloperidol, Benperidol).

Es gibt aber auch einen anderen Ansatz in der Definition der neuroleptischen Potenz. Laut Haase ist die neuroleptische Potenz derjenige Dosisabhängige Effekt, der die neuroleptische Schwelle überschreitet. Gemessen wurde diese Schwelle, in dem man den Patienten konventionelle Neuroleptika gab und die solange hoch dosierte, bis diese Patienten Beeinträchtigungen in der Feinmotorik zeigten und beim Schreibtest zittrige Hände hatten. Also ist die neuroleptische Potenz, laut der Definition von Haase, die Fähigkeit eines Neuroleptikums in einer bestimmten Dosis das EPMS zu beeinflußen und Dyskinesien auszulösen. Hochpotente Neuroleptika lösen Dyskinesien im niedrigen Dosibereich und niederpotente eben in hohen Dosen aus.

3 Einteilung

Konventionelle Antipsychotika (Phenothiazine, Butyrophenone, Thioxanthene) werden anhand ihrer neuroleptischen Potenz in niederpotente, mittelpotente und hochpotente Neuroleptika eingeteilt.

Mit der steigenden neuroleptischen Potenz nimmt der antipsychotische Effekt zu und der sedierende ab.

3.1 Niederpotente Neuroleptika

Niederpotente Neuroleptika wirken schwach antipsychotisch, dafür aber umso stärker sedierend und psychomotorisch dämpfend. Sie werden in der antipsychotischen Indikation kaum oder nicht mehr eingesetzt, eignen sich aber gut dafür, (psychomotorisch) agitierte Patienten zu sedieren.Sie werden auch gegen Schlafstörungen und Ängste eingesetzt.

Niederpotente Medikamente lösen seltener extrapyramidalmotorische Störungen aus, als hochpotente. Beachtet werden sollte aber ihre gleichzeitig vorhandene anticholinerge Aktivität.

Zu den niederpotenten Neuroleptika gehören u.a.:

3.2 Mittelpotente Neuroleptika

Mittelpotente Neuroleptika nehmen eine Zwischenenstellung ein. Sie haben eine stärkere antipsychotische Wirkung bei gleichzeitiger, mäßiger Sedierung. In hohen Dosen können sie auch gegen die Plussymptomatik der Schizophrenien eingesetzt werden. Dazu zählen:

3.3 Hochpotente Neuroleptika

Hochpotente Neuroleptika haben eine starke bis sehr starke Wirkung auf die Plussymptomatik und verursachen minimale Sedation, dafür häufiger Störungen des EPMS. In sehr hohen Dosen wirken sie aber auch sedierend. Als hochpotent können u.s. folgende Medikamente eingestuft werden:

4 Atypische Antipsychotika

Atypische Antipsychotika sind neuartige Medikamente, die ihre antipsychotische Wirkung nicht nur über das Dopamin-, sondern auch über das Serotoninsystem ausüben. Deswegen drückt man ihre antipsychotische Wirksamkeit nicht mit der neuroleptischen Potenz aus.

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