Neurofibrille

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1 Definition

Neurofibrillen sind zu Bündeln zusammengefasste Intermediärfilamente, die das Soma und die Fortsätze von Nervenzellen durchziehen. Sie bilden neben anderen Strukturelementen das Zytoskelett der Nervenzelle.

2 Histologie

Neurofibrillen gehören zur Ultrastruktur der Nervenzelle und sind nur elektronenmikroskopisch sichtbar. Sie sind aus etwa 10 nm durchmessenden Neurofilamenten zusammengesetzt. Bei den lichtmikroskopisch mittels der Golgi-Färbung sichtbar gemachten "Neurofibrillen" handelt es sich wahrscheinlich um Proteinaggregate und damit um Artefakte.

3 Biochemie

Der molekulare Aufbau der Neurofilamente entspricht im Wesentlichen dem der Intermediärfilamente anderer Gewebe. Neben Keratin enthalten sie die Proteine Vimentin, Desmin, Peripherin und das saure Gliafaserprotein (GFAP). Weitere Komponenten sind Alpha-Internexin, Nestin und Lamin.

4 Funktion

Die genaue Funktion der Neurofibrillen ist nicht vollständig erforscht. Ihre Hauptfunktion besteht wahrscheinlich darin, der Nervenzelle eine Strukturstabilität zu verleihen und den Durchmesser des Axons zu regulieren. Möglicherweise unterstützen sie auch den axonalen Transport.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Neurofibrille&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Neurofibrille

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Fachgebiete: Histologie

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