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Neuritis vestibularis: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Erkrankung wird zunächst symptomatisch mit [[Antivertiginosum|Antivertiginosa]] (z.B. [[Dimenhydrinat]]) behandelt. Zusätzlich erfolgt eine [[Infusion]]stherapie mit Hydroxyethylstärke ([[HAES]]) im Kombination mit [[gefäß]]erweiternden Substanzen wie z.B. [[Pentoxifyllin]]).
 
Die Erkrankung wird zunächst symptomatisch mit [[Antivertiginosum|Antivertiginosa]] (z.B. [[Dimenhydrinat]]) behandelt. Zusätzlich erfolgt eine [[Infusion]]stherapie mit Hydroxyethylstärke ([[HAES]]) im Kombination mit [[gefäß]]erweiternden Substanzen wie z.B. [[Pentoxifyllin]]).
Außerdem finden auch [[Glucocorticoide]] und [[Valaciclovir]] Anwendung in der Therapie der Neuritis vestibularis.
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Außerdem finden auch [[Glukokortikoid]]e und das [[Virostatikum]] [[Valaciclovir]] Anwendung in der Therapie der Neuritis vestibularis.
  
 
Es ist wichtig, dass die Patienten das Vestibularorgan trainieren, um eine zentrale Kompensation zu fördern.  
 
Es ist wichtig, dass die Patienten das Vestibularorgan trainieren, um eine zentrale Kompensation zu fördern.  

Version vom 31. Januar 2017, 20:53 Uhr

Synonyme: Neuronitis vestibularis, Vestibularis-Neuropathie, Vestibulopathie
Englisch : vestibular neuronitis

1 Definition

Unter der Neuritis vestibularis versteht man eine Funktionsstörung des peripheren Vestibularorgans unbekannter Ursache.

2 Ätiopathogenese

Es wird vermutet, dass die Neuritis vestibularis durch eine Mikrozirkulationsstörung des Vestibularorgans oder durch eine Virusinfektion oder durch eine Virusreaktivierung, vermutlich Herpes simplex Typ 1, hervorgerufen wird.

3 Klinik

Die Neuritis vestibularis imponiert durch plötzlich auftretenden Drehschwindel, der mit Erbrechen einhergeht. Weiterhin sind ein Spontannystagmus zur Gegenseite sowie eine Fallneigung zur kranken Seite zu beobachten. Das Hörvermögen ist nicht beeinträchtigt.

4 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch sollte an ein HWS-Syndrom, an einen Lagerungsschwindel, sowie an einen Morbus Menière gedacht werden.

5 Diagnostik

Im Rahmen der Vestibularisprüfung (z.B. rotatorische Prüfung, thermische Prüfung) zeigt sich eine einseitige vestibuläre periphere Unterregbarkeit oder Unerregbarkeit.

Um andere Ursache auszuschließen, wird ein Röntgenbild der Halswirbelsäule, ein Audiogramm sowie eine Doppler-Sonographie durchgeführt. Eine gründliche neurologische Untersuchung ist obligat.

6 Therapie

Die Erkrankung wird zunächst symptomatisch mit Antivertiginosa (z.B. Dimenhydrinat) behandelt. Zusätzlich erfolgt eine Infusionstherapie mit Hydroxyethylstärke (HAES) im Kombination mit gefäßerweiternden Substanzen wie z.B. Pentoxifyllin). Außerdem finden auch Glukokortikoide und das Virostatikum Valaciclovir Anwendung in der Therapie der Neuritis vestibularis.

Es ist wichtig, dass die Patienten das Vestibularorgan trainieren, um eine zentrale Kompensation zu fördern.

Nach Beendigung des Trainings können Betahistin und Flunarizin verordnet werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. Mai 2020 um 18:20 Uhr bearbeitet.

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