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Nervus phrenicus

Version vom 2. Juni 2020, 18:39 Uhr von Simon Selden (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: "Phrenikus", Zwerchfellnerv
Englisch: phrenic nerve

1 Definition

Der Nervus phrenicus ist ein aus dem Plexus cervicalis entspringender, peripherer Nerv. Er enthält Fasern aus den Rückenmarkssegmenten C3 und C4, mit Anteilen aus C5.

2 Verlauf

Der Nervus phrenicus zieht zwischen der Arteria subclavia und der Vena subclavia auf dem Musculus scalenus anterior nach kaudal. Im Mediastinum zieht er ventral des Lungenstiels - zwischen der Pleura parietalis (Pars mediastinalis) und der äußeren Schicht des Perikards (Pericardium fibrosum) - zum Zwerchfell. Dabei gibt er einen Ramus pericardiacus ab. Die kaudale und kraniale Fläche des Zwerchfells werden von seinen Ästen bedeckt.

Ein Ast der Arteria thoracica interna, die Arteria pericardiacophrenica, begleitet ihn.

Am Zwerchfell gibt der Nervus phrenicus den Ramus phrenicoabdominalis dexter und den Ramus phrenicoabdominalis sinister ab. Diese Äste (je nach Lehrbuch auch als eigene Nervi bezeichnet) durchdringen das Zwerchfell und innervieren im Abdomen das Peritoneum parietale unterhalb des Zwerchfells. Der Ramus phrenicoabdominalis dexter zieht durch das Foramen venae cavae, während der Ramus phrenicoabdominalis sinister eigenständig durch die Muskelfasern des Diaphragmas verläuft. Gelegentlich tritt er auch durch den Hiatus oesophageus.

3 Innervationsgebiet

3.1 Motorisch

Der Nervus phrenicus versorgt motorisch das Zwerchfell.

3.2 Sensorisch

Zu seinem sensiblen Versorgungsgebiet gehören:

Werden Teile des sensiblen Versorgungsgebietes gereizt, kommt es zu einer Ausstrahlung des Schmerzes in die rechte Schulter (Eiselsberg-Phänomen).

4 Embryologie

Der Verlauf des Nervus phrenicus leitet sich aus der Verlagerung des Septum transversum ab. Dieser mesodermale Vorläufer des Zwerchfells steigt während der ersten Wochen der Embryonalentwicklung aus dem Zervikalbereich nach kaudal ab.

5 Klinik

Bei einem einseitigen Ausfall des Nervus phrenicus kommt es zu einer Lähmung der betroffenen Zwerchfellhälfte. Dies führt zu Zwerchfellhochstand und leichten Atemstörungen. Wird er bei einem Unfall beidseits beschädigt, stirbt der Patient meist am Unfallort, weil eine Atmung ohne Zwerchfell kaum möglich ist.

siehe auch: Head-Zonen

Diese Seite wurde zuletzt am 4. November 2020 um 15:50 Uhr bearbeitet.

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