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Nervus hypoglossus: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Lateral]] der [[Pyramide]] tritt der Nervus hypoglossus mit ca. 10-12 feinen Wurzelfasern im [[Sulcus anterolateralis medullae oblongatae|Sulcus anterolateralis]] aus der Medulla oblongata an die Gehirnoberfläche aus. Danach zieht er in 1-3 Stämmen zum Canalis nervi hypoglossi des [[Os occipitale]] und verlässt dort die Schädelhöhle - ganz in der Nähe des [[Foramen magnum]].
  
[[Extrakranial]] verläuft der Nerv zunächst zwischen der [[Vena jugularis interna]], der [[Arteria carotis interna]] und [[Arteria carotis externa]] in das [[Trigonum caroticum]]. Dort gibt er Fasern zu den ventralen Ästen der oberen [[Halsnerv]]en ab, welche die so genannte Ansa cervicalis profunda bilden und zur unteren [[Zungenbeinmuskulatur]] laufen. Die verbleibenden Fasern biegen im kranialen Teil
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[[Extrakranial]] verläuft der Nerv zunächst zwischen der [[Vena jugularis interna]], der [[Arteria carotis interna]] und [[Arteria carotis externa]] in das [[Trigonum caroticum]]. Dort gibt er Fasern zu den ventralen Ästen der oberen Halsnerven ab, welche die so genannte Ansa cervicalis profunda bilden und zur unteren Zungenbeinmuskulatur laufen. Die verbleibenden Fasern biegen im kranialen Teil
 
des Trigonum caroticum um und verlaufen unter dem [[Musculus stylohyoideus]] und dem Venter posterior des [[Musculus digastricus]] zum [[Trigonum submandibulare]]. Von dort treten sie vom [[Mundboden]] her in die Zunge ein.
 
des Trigonum caroticum um und verlaufen unter dem [[Musculus stylohyoideus]] und dem Venter posterior des [[Musculus digastricus]] zum [[Trigonum submandibulare]]. Von dort treten sie vom [[Mundboden]] her in die Zunge ein.
  
 
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Beide Nervenkerne werden überwiegend von der [[kontralateral]]en [[Gehirnhemisphäre|Hemisphäre]] kontrolliert, werden jedoch auch [[ipsilateral]] innerviert. Bei Ausfällen in einer Hemisphäre kommt es daher nur zu partiellen Funktionsstörungen.
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Beide Nervenkerne werden überwiegend von der [[kontralateral]]en [[Gehirnhemisphäre|Hemisphäre]] kontrolliert, jedoch teilweise auch [[ipsilateral]] innerviert. Bei Ausfällen in einer Hemisphäre kommt es daher nur zu partiellen Funktionsstörungen.
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Einseitige Schädigungen des Nerven selbst führen zu einer halbseitigen [[Zungenlähmung]]. Aufgrund des Muskeltonus der Gegenseite verlagert sich die Zunge zur gesunden Seite. Trotz Schwierigkeiten bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme wird die einseitige Lähmung meist als wenig behindernd wahrgenommen.
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Version vom 29. Januar 2005, 17:29 Uhr

von griechisch: hypo - unter; glossa - Zunge, Sprache
Synonyme: Nervus XII, Unterzungennerv

Der Nervus hypoglossus ist der XII. Hirnnerv.

1 Funktion

Der paarige Nerv versorgt motorisch die Binnenmuskulatur der Zunge. Über die Ansa cervicalis profunda innerviert er ebenfalls die untere Zungenbeinmuskulatur.

2 Anatomie

Der Kern des Nervus hypoglossus (Nucleus nervi hypoglossi) liegt beidseits paramedian lang gestreckt im kaudalen Teil der Medulla oblongata, am Boden der Rautengrube. Er befindet sich damit etwa in gleicher Höhe wie die Kerne des X. und XI. Hirnnerven.

Lateral der Pyramide tritt der Nervus hypoglossus mit ca. 10-12 feinen Wurzelfasern im Sulcus anterolateralis aus der Medulla oblongata an die Gehirnoberfläche aus. Danach zieht er in 1-3 Stämmen zum Canalis nervi hypoglossi des Os occipitale und verlässt dort die Schädelhöhle - ganz in der Nähe des Foramen magnum.

Extrakranial verläuft der Nerv zunächst zwischen der Vena jugularis interna, der Arteria carotis interna und Arteria carotis externa in das Trigonum caroticum. Dort gibt er Fasern zu den ventralen Ästen der oberen Halsnerven ab, welche die so genannte Ansa cervicalis profunda bilden und zur unteren Zungenbeinmuskulatur laufen. Die verbleibenden Fasern biegen im kranialen Teil des Trigonum caroticum um und verlaufen unter dem Musculus stylohyoideus und dem Venter posterior des Musculus digastricus zum Trigonum submandibulare. Von dort treten sie vom Mundboden her in die Zunge ein.

3 Pathologie

Beide Nervenkerne werden überwiegend von der kontralateralen Hemisphäre kontrolliert, jedoch teilweise auch ipsilateral innerviert. Bei Ausfällen in einer Hemisphäre kommt es daher nur zu partiellen Funktionsstörungen.

Einseitige Schädigungen des Nerven selbst führen zu einer halbseitigen Zungenlähmung. Aufgrund des Muskeltonus der Gegenseite verlagert sich die Zunge zur gesunden Seite. Trotz Schwierigkeiten bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme wird die einseitige Lähmung meist als wenig behindernd wahrgenommen.

Beidseitige Schädigungen führen zu einer vollständigen Zungenlähmung, die bei langer Verlaufsdauer zu einer Atrophie der Zungenmuskulatur führt. Bei doppelseitiger Lähmung liegt Zunge bewegungslos auf dem Mundboden, was schwerste Sprechstörungen und eine Behinderung der Nahrungsaufnahme zur Folge hat.

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