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Nekrotisierende Enterokolitis: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Pathogenese der nekrotisierenden Enterokolitis konnte bisher (2018) nicht vollständig dargestellt werden. Eine lokale [[Ischämie]] der Darmwand, führt vermutlich zu einer Vorschädigung, wodurch die Invasion von [[Bakterien]] begünstigt wird. Die Erreger verursachen eine entzündliche Veränderung mit begleitendem [[Ödem]]. Die Komplikationen dieser [[Mikrozirkulationsstörung]] sind [[Darmwandnekrose]], [[Perforation]] und [[Peritonitis]].
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Es gibt keinen spezischen Erreger für die nekrotisierende Enterokolitis. Häufig lassen sich
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aber [[Enterobacteriaceae]], [[Clostridien]], [[Staphylokokken]] oder [[Keim]]e der [[Hautflora]] und seltener [[Viren]] bzw. [[Pilze]] nachweisen.<ref> Guthmann. [https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0042-110454.pdf Die nekrotisierende Enterokolitis des Frühgeborenen], CME-Fortbildung, 2018</ref>
  
 
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Zur Entlastung wird dem betroffenen Säugling frühzeitig eine [[Magensonde]] gelegt, die Ernährung erfolgt [[parenteral]]. Sollte die [[Antibiotikatherapie]] nicht anschlagen, wird der betroffene Darmanteil reseziert und vorübergehend ein [[Anus praeter]] angelegt.
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[[Fachgebiet:Gastroenterologie]]
 
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Version vom 3. Dezember 2021, 14:11 Uhr

Synonyme: NEC, NEK
Englisch: Neonatal necrotizing enterocolitis

1 Definition

Die Nekrotisierende Enterokolitis ist eine entzündliche Darmerkrankung, die in den meisten Fällen das terminale Ileum oder das Colon ascendens befällt. Die NEC betrifft vor allem Frühgeborene und stellt einen gastrointestinalen Notfall dar.

2 Epidemiologie

Die NEC ist die häufigste Ursache für ein akutes Abdomen im Neugeborenenalter. Die Häufigkeitsverteilung korreliert stark mit dem Gestationsalter. Etwa 12% aller Frühgeborenen und 2% aller Neugeborenen sind betroffen.

3 Pathogenese

Die Pathogenese der nekrotisierenden Enterokolitis konnte bisher (2018) nicht vollständig dargestellt werden. Eine lokale Ischämie der Darmwand, führt vermutlich zu einer Vorschädigung, wodurch die Invasion von Bakterien begünstigt wird. Die Erreger verursachen eine entzündliche Veränderung mit begleitendem Ödem. Die Komplikationen dieser Mikrozirkulationsstörung sind Darmwandnekrose, Perforation und Peritonitis.

Es gibt keinen spezischen Erreger für die nekrotisierende Enterokolitis. Häufig lassen sich aber Enterobacteriaceae, Clostridien, Staphylokokken oder Keime der Hautflora und seltener Viren bzw. Pilze nachweisen.[1]

4 Risikofaktoren

Folgende Risikofaktoren begünstigen die Entwicklung einer NEC:

Keiner der o.a. Risikofaktoren hat jedoch für sich genommen eine entscheidende pathogenetische Bedeutung.

5 Symptomatik

Allgemeinsymptome können sein:

Spezifische Symptome sind:

6 Diagnostik

Die Pneumatosis intestinalis (Luftbläschen in der nekrotischen Darmwand) ist in der Abdomenübersichtsaufnahme beweisend für die nekrotisierende Enterokolitis.

7 Therapie

Zur Entlastung wird dem betroffenen Säugling frühzeitig eine Magensonde gelegt, die Ernährung erfolgt parenteral. Sollte die Antibiotikatherapie nicht anschlagen, wird der betroffene Darmanteil reseziert und vorübergehend ein Anus praeter angelegt.

8 Quellen

  1. Guthmann. Die nekrotisierende Enterokolitis des Frühgeborenen, CME-Fortbildung, 2018

Diese Seite wurde zuletzt am 23. Juli 2018 um 14:55 Uhr bearbeitet.

Hallo, es gibt keinen spezischen Erreger für die NEK. Häufig lassen sich aber beispielsweise Enterobacteriaceae, Staphylokokken, Clostridien oder Keime der Hautflora und seltener Viren bzw. Pilze nachweisen. (Quelle: Guthmann. Die nekrotisierende Enterokolitis des Frühgeborenen, CME-Fortbildung, 2018). Wir haben die Information in dem Artikel ergänzt.
#2 am 03.12.2021 von Fiona Lorenzen (DocCheck Team)
Gast
Welche Erreger sind für die NEK prädestiniert?
#1 am 03.12.2021 von Gast (Student/in der Humanmedizin)

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