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Naloxon wird auch mit [[Tilidin]] kombiniert unter dem Handelsnamen Valoron® N angeboten. Diese Kombination unterliegt im Gegensatz zu dem reinen Tilidin nicht dem [[Betäubungsmittelgesetz]] und kann daher ohne [[BtM-Rezept]] verschrieben werden (ausgenommen nicht [[retardiert]]e Zubereitungen).
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Naloxon wird auch mit [[Tilidin]] kombiniert unter dem Handelsnamen Valoron<sup>®</sup> N angeboten. Schnell freisetzende Formen dieser Kombination unterliegen seit 2013 dem [[Betäubungsmittelgesetz]] und müssen mit einem [[BtM-Rezept]] verschrieben werden. Ausgenommen sind feste Zubereitungen mit [[retardiert]]er Wirkstofffreisetzung. Das liegt darin begründet, dass Naloxon einem hohen [[First-Pass-Effekt]] unterliegt und seine antagonisierende Wirkung bei der [[oral]]en Gabe nicht entfalten kann. Bei lebergeschädigten Patienten dagegen kann Naloxon in der ersten [[Leberpassage]] nicht vollständig inaktiviert werden und führt so zu einer Abschwächung des Tilidins.  
Das liegt darin begründet, dass Naloxon einem hohen [[First-Pass-Effekt]] unterliegt und seine antagonisierende Wirkung bei der [[oral]]en Gabe nicht entfalten kann. Bei lebergeschädigten Patienten dagegen kann Naloxon in der ersten [[Leberpassage]] nicht vollständig inaktiviert werden und führt so zu einer Abschwächung des Tilidins.
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Bei der Kombination mit [[Oxycodon]] wirkt Naloxon der typischen opioid-induzierten [[Obstipation]] entgegen. Das Naloxon wird in Kombination mit Oxycodon fast vollständig durch den hohen [[hepatisch]]en First-Pass Effekt eliminiert.  

Aktuelle Version vom 15. Februar 2019, 00:43 Uhr

Handelsname: Narcanti® u.a.
Synonym: (5R,9R,13S,14S)-17-Allyl-3,14-dihydroxy-4,5-epoxymorphinan-6-on

1 Definition

Naloxon ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Opioid-Antagonisten. Zusammen mit Naltrexon gehört Naloxon zu den "reinen" Opioid-Antagonisten, welche als kompetitive Antagonisten an allen Opioidrezeptoren wirken.

2 Chemie

Naloxon hat die Summenformel C19H21NO4 und eine molare Masse von 327,37 g·mol−1.

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3 Indikationen

Naloxon wird bei der notfallmäßigen Therapie einer Opioid-Überdosierung als Antidot angewendet. Desweiteren wird es auch in der Anästhesie zur Aufhebung einer übermäßigen Opioid-Wirkung eingesetzt.

4 Wirkdauer

Das Naloxon hat mit einer Wirkdauer von etwa zwei Stunden eine erheblich geringere Wirkdauer als die Opioide. Daher muss eine weitere Injektion nach dieser Dauer erfolgen, um einen Rebound-Effekt zu vermeiden.

5 Kombination mit Opioiden

Naloxon wird auch mit Tilidin kombiniert unter dem Handelsnamen Valoron® N angeboten. Schnell freisetzende Formen dieser Kombination unterliegen seit 2013 dem Betäubungsmittelgesetz und müssen mit einem BtM-Rezept verschrieben werden. Ausgenommen sind feste Zubereitungen mit retardierter Wirkstofffreisetzung. Das liegt darin begründet, dass Naloxon einem hohen First-Pass-Effekt unterliegt und seine antagonisierende Wirkung bei der oralen Gabe nicht entfalten kann. Bei lebergeschädigten Patienten dagegen kann Naloxon in der ersten Leberpassage nicht vollständig inaktiviert werden und führt so zu einer Abschwächung des Tilidins.

Bei der Kombination mit Oxycodon wirkt Naloxon der typischen opioid-induzierten Obstipation entgegen. Das Naloxon wird in Kombination mit Oxycodon fast vollständig durch den hohen hepatischen First-Pass Effekt eliminiert.

Bei missbräuchlicher parenteraler Anwendung oder oraler Überdosierung tritt ein ähnlicher abschwächender Effekt in Bezug auf das Tilidin auf: die Leber ist aufgrund des großen Angebotes des Naloxons in ihrer Kapazität ausgelastet und kann in der ersten Passage nicht mehr alles abbauen, sodass das Naloxon weiter bioverfügbar bleibt.

Diese Seite wurde zuletzt am 15. Februar 2019 um 00:43 Uhr bearbeitet.

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