Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

NYHA-Klassifikation

Version vom 12. Februar 2016, 16:14 Uhr von Nicolai Tritschler (Diskussion | Beiträge)

Nach der New York Heart Association

1 Definition

Die NYHA-Klassifikation ist ein Schema zur Einteilung der Herzinsuffizienz in bestimmte Stadien nach klar definierten Kriterien. Üblicherweise orientiert sich die Therapie der Herzinsuffizienz an der NYHA-Klassifikation.

2 NYHA-Klasse I

Keine Einschränkung der Belastbarkeit. Vollständiges Fehlen von Symptomen oder Beschwerden bei Belastung bei diagnostizierter Herzkrankheit.

3 NYHA-Klasse II

Leichte Einschränkung der Belastbarkeit. Beschwerdefreiheit in Ruhe und bei leichter Anstrengung, Auftreten von Symptomen bei stärkerer Belastung.

4 NYHA-Klasse III

Starke Einschränkung der Belastbarkeit. Beschwerdefreiheit in Ruhe, Auftreten von Symptomen bereits bei leichter Belastung.

5 NYHA-Klasse IV

Dauerhafte Symptomatik, auch in Ruhe.


Die zur Beurteilung der Stadien herangezogenen Symptome beinhalten Atemnot (Dyspnoe), häufiges nächtliches Wasserlassen (Nykturie), Zyanose, allgemeine Schwäche und Müdigkeit, Angina pectoris oder kalte Extremitäten, Ödeme.


Die medikamentöse Therapie der Herzinsuffizienz ist absolut von der Gradeinstufung abhängig. Je nach Stadium gibt man Präparate folgender Medikamentenklassen:

  • ACE-Hemmer , Grad I-IV, bei Unverträglichkeit auf AT1-Antagonisten umsteigen.
  • Betablocker , Grad II-IV. Bei Vorliegen von Hypertonie und/oder z.n. Herzinfarkt auch Grad I. Langsames einschleichen bei stabilen Patienten unter engmaschiger Kontrolle.
  • Diuretika , Grad III-IV. Bei vorliegender Flüssigkeitsretention auch schon bei Grad II.
  • Aldosteronantagonisten Grad II-IV, Cave: Kalium
  • Ivabradin , grad II-IV bei unzureichender Wirksamkeit der Standartmedikation und Sinusrythmus >75/min.
  • Herzglykoside v.a. Digitalis , Grad III-IV . Stadienunabhängig bei vorliegen einer Tachyarrythmie bei Vorhofflimmern.

Herzglykoside und Diuretika wirken nicht direkt Prognoseverbessernd sondern symptomatisch unterstützend.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

51 Wertungen (3.43 ø)

327.101 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: