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Myometritis: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Typische Erreger sind [[Staphylokokken]], [[Streptokokken]], [[Gonokokken]] und [[Chlamydien]].
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Eine erhöhte Infektionsgefahr besteht aufgrund von:
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*[[Geburt]]en
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*Operative Eingriffe (z.B. Einsetzen eines [[IUP]])
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*[[Schleimhaut]]veränderungen (z.B. durch [[HPV]])
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*Gutartige [[Tumor]]e ([[Myom]]e, [[Polyp]]en)
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*Sinkender [[Östrogen]]spiegel im Alter
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==Symptome==
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Mögliche Symptome sind
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* Verschlechterung des [[Allgemeinzustand]]s
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* [[Fieber]]
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* [[Unterbauchschmerz]]en
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* [[Menstruation]]sstörung
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** [[Menorrhagie]]
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** [[Metrorrhagie]]
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* Riechender [[Vaginalausfluss]]
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''Cave:'' Eine Myometritis kann symptomarm verlaufen.
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===Komplikationen===
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Mögliche Komplikationen sind:
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* Chronische [[Entzündung]] mit anhaltendem Ausfluss
 +
* [[Sterilität]]
 +
* Gefahr einer [[Sepsis]]
 +
 
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==Diagnostik==
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Eine Myometritis ist häufig schwer zu diagnostizieren. Deshalb ist eine gründliche [[Anamnese]] ([[Genitalinfektion]]en, operative Eingriffe) essenziell.
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* [[Palpation]]: Bei der Palpation des Unterbauchs klagen Betroffene über [[Druckschmerz]], insbesondere im Bereich des [[Corpus uteri]] ("[[Funduskantenschmerz]]").
 +
* [[Kolposkopie]]
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* [[Abstrich]]e mit mikroskopischer Untersuchung
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* [[Labordiagnostik]] ([[BSG]] ↑, [[Leukozytenzahl]] ↑, [[CRP]] ↑)
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==Therapie==
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Die Therapie erfolgt primär durch den Einsatz von [[Breitbandantibiotikum|Breitbandantibiotika]], z.B. [[Cefuroxim]], [[Cefotaxim]] oder [[Piperacillin]]. Zusätzliche Maßnahmen sind:
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* [[Östrogen]]gabe zur Stimulation des Schleimhautaufbaus und Abbruch der Blutung
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* [[Prostaglandin]]e
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* Ggf. [[Analgetikum|Analgetika]]
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* Entfernen der Infektionsquelle (z.B. Spirale, Reste der [[Plazenta]] nach einer Geburt)
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==Quellen==
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* Klinikleitfaden Gynäkologie Geburtshilfe, 10.Auflage, Elsevier, Kay Goerke, Joachim Steller, Axel Valet, 2018
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* Geburtshilfe und Frauenheilkunde: Lehrbuch für Gesundheitsberufe, Hildegard Hofmann, Christine Geist, 1999
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[[Fachgebiet:Gynäkologie]]
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[[Tag:Endometritis]]
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[[Tag:Entzündung]]
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[[Tag:Gebärmutter]]
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[[Tag:Myometrium]]
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[[Tag:Uterus]]

Aktuelle Version vom 4. Oktober 2018, 12:56 Uhr

Synonym: Metritis
Englisch: myometritis

1 Definition

Unter einer Myometritis versteht man die Entzündung der Muskelwand der Gebärmutter (Myometrium), die meist als Komplikation einer Endometritis auftritt.

2 Ätiopathogenese

Fast immer geht der Myometritis eine Endometritis voran. Sie entsteht meist durch eine aszendierende Infektion mit Erregern, denen es gelingt, die physiologischen Barrieren des weiblichen Genitaltraktes zu überwinden und in das keimfreie Uteruslumen zu gelangen. Eine hämatogene Infektion ist selten. Gelingt es dem Immunsystem nicht, die Infektion des Endometriums einzudämmen, entwickelt sich eine Myometritis und ggf. eine Infektion der Adnexe.

Typische Erreger sind Staphylokokken, Streptokokken, Gonokokken und Chlamydien.

3 Risikofaktoren

Eine erhöhte Infektionsgefahr besteht aufgrund von:

4 Symptome

Mögliche Symptome sind

Cave: Eine Myometritis kann symptomarm verlaufen.

4.1 Komplikationen

Mögliche Komplikationen sind:

5 Diagnostik

Eine Myometritis ist häufig schwer zu diagnostizieren. Deshalb ist eine gründliche Anamnese (Genitalinfektionen, operative Eingriffe) essenziell.

6 Therapie

Die Therapie erfolgt primär durch den Einsatz von Breitbandantibiotika, z.B. Cefuroxim, Cefotaxim oder Piperacillin. Zusätzliche Maßnahmen sind:

7 Quellen

  • Klinikleitfaden Gynäkologie Geburtshilfe, 10.Auflage, Elsevier, Kay Goerke, Joachim Steller, Axel Valet, 2018
  • Geburtshilfe und Frauenheilkunde: Lehrbuch für Gesundheitsberufe, Hildegard Hofmann, Christine Geist, 1999

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