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Myofasziales Schmerzsyndrom

Version vom 30. Dezember 2013, 20:05 Uhr von Fabian Geßner (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Das myofasziale Schmerzsyndrom ist eine Erkrankung, die charakteristischerweise Schmerzen des Bewegungsapparates verursacht. Dabei liegt weder eine rheumatische, entzündliche oder neurologische Ursache zugrunde. Damit ähnelt diese Krankheit der Fibromyalgie. Der entscheidende Unterschied hierzu ist allerdings, dass die Schmerzen beim myofaszialen Schmerzsyndrom lokal begrenzt auftreten und in der Regel durch Überbelastung erklärt werden können.

2 Ursache

Ursache der schmerzhaften Erkrankung ist eine lokale Überempfindlichkeit im Muskelgewebe. Dieser Punkt größter Sensibilität wird als Triggerpunkt bezeichnet. Er entsteht durch Überbelastung des Muskels. Diese bedingt eine lokale Hypoxie und eine verminderte Wiederaufnahme von Calcium ins Sarkoplasmatische Retikulum. Folge ist eine tastbare Dauerkontraktion, von der die Schmerzen ausgehen. Ursache einer solchen Überbelastung können falsche oder montone Bewegungsabläufe, aber auch Muskelschwäche, Hormonstörungen oder Ernährungsprobleme sein. Weiterhin löst Kälte häufig ein myofasziales Schmerzsyndrom aus.

3 Diagnose

Druck auf die Triggerpunkte löst Schmerzen und eine reflektorische Zuckung des entsprechenden Muskelfaserbündels aus. Die Bewegungsfreiheit im betroffenen Gebiet ist herabgesetzt und es besteht eine lokale Muskelschwäche. Bei der Fibromyalgie fehlen die Muskelreaktionen bei Druck auf die entsprechenden Punkte.

4 Therapie

4.1 Physiotherapie

Physiotherapeutische Anwendungen, wie z. B. Massagen oder Wärmeanwendungen (z. B. Rotlicht oder Fangopackung), kommen oft zum Einsatz und können dem Patienten eine erhebliche Linderung verschaffen. Die regelmäßige Durchführung eines autogenen Trainings kann ebenfalls Linderung verschaffen.

4.2 Medikamentöse Therapie

In einigen komplizierten Fällen kann die Anwendung von Muskelrelaxantien oder Analgetika sinnvoll sein:

Eine weitere wirksame Therapieform ist die Infiltration von Botulinumtoxin oder eines Lokalanästhetikums in die betroffenen Triggerpunkte.

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