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Myelophthise: Unterschied zwischen den Versionen

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Meist stehen die Symptome der Grunderkrakung im Vordergrund. Die vermehrte Blutbildung in der Milz bedingt eine [[Splenomegalie]], die dann bei starker Ausprägung zu [[Bauchschmerz]]en, [[Sättigungsgefühl]] und [[Kachexie]] führen kann. Weiterhin können Symptome einer [[Anämie]] vorliegen, z.B. [[Blässe]], [[Tachykardie]] und [[Belastungsdyspnoe]].
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Meist stehen die Symptome der Grunderkrankung im Vordergrund. Die vermehrte Blutbildung in der Milz bedingt eine [[Splenomegalie]], die dann bei starker Ausprägung zu [[Bauchschmerz]]en, [[Sättigungsgefühl]] und [[Kachexie]] führen kann. Weiterhin können Symptome einer [[Anämie]] vorliegen, z.B. [[Blässe]], [[Tachykardie]] und [[Belastungsdyspnoe]].
  
 
==Diagnostik==
 
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Version vom 28. August 2019, 18:01 Uhr

von altgriechisch μυελός ("myelos") - Mark, φθίσις ("phthísis") - Verbrauch, Atrophie
Englisch: myelophthisis, myelophthisic anemia

1 Definition

Myelophthise beschreibt eine reaktive Veränderung des Knochenmarks infolge einer Verdrängung der hämatopoetischen Stammzellen, insbesondere durch Tumorzellen.

2 Nomenklatur

Der Begriff Myelophthise wird insbesondere in der angloamerikanischen Literatur verwendet, ist jedoch nicht einheitlich definiert.

In Deutschland gilt die Myelophthise meist nicht als eigenständige Entität. In diesem Sinne ist sie mit einer sekundären Myelofibrose gleichzusetzen. Zum Teil wird die primäre Myelofibrose jedoch auch als Ursache einer Myelophthise gezählt. Die aplastische Anämie wird weiterhin als Panmyelophthise bezeichnet.

3 Ätiologie

Eine Myelophthise kann durch verschiedene Ursachen entstehen, insbesondere durch:

4 Pathophysiologie

Die Myelophthise ist charakterisiert durch drei pathophysiologische Mechanismen, die zeitgleich auftreten:

5 Symptome

Meist stehen die Symptome der Grunderkrankung im Vordergrund. Die vermehrte Blutbildung in der Milz bedingt eine Splenomegalie, die dann bei starker Ausprägung zu Bauchschmerzen, Sättigungsgefühl und Kachexie führen kann. Weiterhin können Symptome einer Anämie vorliegen, z.B. Blässe, Tachykardie und Belastungsdyspnoe.

6 Diagnostik

Die Identifikation der zugrundeliegenden Ursache ist entscheidend, insbesondere um behandelbare Grunderkrankungen auszuschließen.

6.1 Blutuntersuchung

Die Myelophthise zeigt sich typischerweise mit einer normochromen normozytären Anämie. Charakteristisch ist ein leukoerythroblastisches Blutbild, d.h. das Vorkommen unreifer Erythrozyten-Vorstufen (z.B. Normoblasten) und Leukozyten-Vorstufen (z.B. Myelozyten).

Weitere Auffälligkeiten sind unter anderem:

6.2 Knochenmarkuntersuchung

Meist ist eine Knochenmarkpunktion notwendig, um die Diagnose zu sichern bzw. Differenzialdiagnosen auszuschließen. Dabei ist eine frustrane Punktion (Punctio sicca) aufgrund der Fibrosierung des Marks typisch.

7 Therapie

Die Therapie richtet sich nach der zugrundeliegenden Erkrankung. Supportive Therapien wie Bluttransfusionen dienen der Besserung der Beschwerden.

Tags:

Fachgebiete: Hämatologie

Diese Seite wurde zuletzt am 30. August 2019 um 15:51 Uhr bearbeitet.

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