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Muskuläre Dysbalance: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Muskuläre Dysbalance bezeichnet ein [[pathologisch]] verändertes Verkürzungsverhältnis zwischen dem [[muskulär]]en [[Agonist]]en und [[Antagonist]]en um eines [[Gelenk]]s. Durch das veränderte [[Kraft|Kräfteverhältnis]] um den [[Drehpunkt]] des Gelenks kommt es zur vermehrten Belastung.  
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Die '''muskuläre Dysbalance''' bezeichnet ein [[pathologisch]] verändertes Verkürzungsverhältnis zwischen dem [[muskulär]]en [[Agonist]]en und [[Antagonist]]en um eines [[Gelenk]]s. Durch das veränderte [[Kraft|Kräfteverhältnis]] um den [[Drehpunkt]] des Gelenks kommt es zur vermehrten Belastung.  
  
 
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Muskelverkürzungen oder -Abschwächungen können durch falsche oder übermässige Belastung der Muskulatur zustandekommen, die eine einseitige Kraftentwicklung oder die [[Atrophie]] eines Muskels zur Folge haben. Im Alltag führen eine falsche Belastung beim [[Sport]], eine generelle mangelnde körperliche Betätigung sowie Verletzungen häufig zu muskulären Dysbalancen.  
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Muskelverkürzungen oder -Abschwächungen können durch falsche oder übermäßige Belastung der Muskulatur zustandekommen, die eine einseitige Kraftentwicklung oder die [[Atrophie]] eines Muskels zur Folge haben. Im Alltag führen eine falsche Belastung beim [[Sport]], eine generelle mangelnde körperliche Betätigung sowie Verletzungen häufig zu muskulären Dysbalancen.  
Weiterhin neigen bestimmte Muskelgruppen aufgrund ihrer [[physiologisch]]en [[Funktion]] zur Verkürzung oder Abschwächung. Beispielsweise erfüllt Muskulatur des [[Rücken]]s im aufrechten Stand vor allem eine [[tonisch]]e Funktion (Haltearbeit) und weist einen entsprechend hohen Grundtonus auf, während ihre Gegenspieler, die Muskel des [[Bauch]]s, vor allem [[phasisch]]e Funktionen erfüllen (Bewegungsarbeit) und zur Atrophie neigen.
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Weiterhin neigen bestimmte Muskelgruppen aufgrund ihrer [[physiologisch]]en [[Funktion]] zur Verkürzung oder Abschwächung. Beispielsweise erfüllt die Muskulatur des [[Rücken]]s im aufrechten Stand vor allem eine [[tonisch]]e Funktion (Haltearbeit) und weist einen entsprechend hohen Grundtonus auf, während ihre Gegenspieler, die Muskel des [[Bauch]]s, vor allem [[phasisch]]e Funktionen erfüllen (Bewegungsarbeit) und zur Atrophie neigen.
 
Seltener führen auch [[psychosomatisch]]e Ursachen, z. B. eine [[Dysponesis]], zu einem dauerhaften Kräfteungleichgewicht in der Muskulatur.
 
Seltener führen auch [[psychosomatisch]]e Ursachen, z. B. eine [[Dysponesis]], zu einem dauerhaften Kräfteungleichgewicht in der Muskulatur.
  
 
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Die veränderten Kräfteverhältnisse am betroffenen Gelenk kann Komplikationen für das Gelenk, die Muskulatur sowie den Bandapparat des Gelenks zur Folge haben:
 
Die veränderten Kräfteverhältnisse am betroffenen Gelenk kann Komplikationen für das Gelenk, die Muskulatur sowie den Bandapparat des Gelenks zur Folge haben:
 
 
* [[Arthrose]] (verfrühter Verschleiß der [[Gelenkfläche]]n) kann als Folge der ungünstigen Kraftverteilung am Gelenk entstehen
 
* [[Arthrose]] (verfrühter Verschleiß der [[Gelenkfläche]]n) kann als Folge der ungünstigen Kraftverteilung am Gelenk entstehen
 
* [[Arthromuskulär]]e Dysbalancen entstehen durch die Störung der physiologischen Gelenk-Muskel-Beziehung
 
* [[Arthromuskulär]]e Dysbalancen entstehen durch die Störung der physiologischen Gelenk-Muskel-Beziehung
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Zur [[Behandlung]] einer muskulären Dysbalance eignen sich [[Physiotherapie|physiotherapeutische]] Maßnahmen, die das Stärkung, die Dehnung der betroffenen Muskelpartien beinhalten.
 
Zur [[Behandlung]] einer muskulären Dysbalance eignen sich [[Physiotherapie|physiotherapeutische]] Maßnahmen, die das Stärkung, die Dehnung der betroffenen Muskelpartien beinhalten.
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[[Tag:Muskulatur]]
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[[Tag:Skelettmuskel]]
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[[Tag:Ungleichgewicht]]

Version vom 19. Dezember 2016, 13:03 Uhr

von altgriechisch δύς, -dys für miss-, schlecht und französisch balance Gleichgewicht (ursprünglich lateinisch bi- für zwei und lanx für Schale, Teller; Waagschale)
Synonym: muskuläres Ungleichgewicht

1 Definition

Die muskuläre Dysbalance bezeichnet ein pathologisch verändertes Verkürzungsverhältnis zwischen dem muskulären Agonisten und Antagonisten um eines Gelenks. Durch das veränderte Kräfteverhältnis um den Drehpunkt des Gelenks kommt es zur vermehrten Belastung.

2 Ursachen

Muskelverkürzungen oder -Abschwächungen können durch falsche oder übermäßige Belastung der Muskulatur zustandekommen, die eine einseitige Kraftentwicklung oder die Atrophie eines Muskels zur Folge haben. Im Alltag führen eine falsche Belastung beim Sport, eine generelle mangelnde körperliche Betätigung sowie Verletzungen häufig zu muskulären Dysbalancen.

Weiterhin neigen bestimmte Muskelgruppen aufgrund ihrer physiologischen Funktion zur Verkürzung oder Abschwächung. Beispielsweise erfüllt die Muskulatur des Rückens im aufrechten Stand vor allem eine tonische Funktion (Haltearbeit) und weist einen entsprechend hohen Grundtonus auf, während ihre Gegenspieler, die Muskel des Bauchs, vor allem phasische Funktionen erfüllen (Bewegungsarbeit) und zur Atrophie neigen. Seltener führen auch psychosomatische Ursachen, z. B. eine Dysponesis, zu einem dauerhaften Kräfteungleichgewicht in der Muskulatur.

3 Komplikationen

Die veränderten Kräfteverhältnisse am betroffenen Gelenk kann Komplikationen für das Gelenk, die Muskulatur sowie den Bandapparat des Gelenks zur Folge haben:

4 Therapie

Zur Behandlung einer muskulären Dysbalance eignen sich physiotherapeutische Maßnahmen, die das Stärkung, die Dehnung der betroffenen Muskelpartien beinhalten.

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