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Muskelleistung

Version vom 1. August 2021, 22:11 Uhr von HP Dipl. Math. Stefan Rolf Paff (Diskussion | Beiträge)

Englisch: muscle power

1 Definition

die Leistung, die ein Muskel erbringt. Gemeint sein kann im alltäglichen Sprachgebrauch die maximale Leistung (Muskelleistungsfähigkeit) oder die aktuell erbrachte Leistung.

2 Anwendung und Eingenschaften

Physikalisch ist Leistung definiert als Arbeit pro Zeit, die Leistung ist also umso größer, je weniger Zeit dafür benötigt wird. Die maximale Leistung eines Muskels wird als konstant angenommen, egal mit welcher (tatsächlich erreichbaren) Geschwindigkeit er kontrahiert und ob er dies tut im Sinne einer exzentrischen Kontraktion, einer isometrischen Kontraktion oder einer konzentrischen Kontraktion. Die Kraft-Geschwindigkeits-Relation beschreibt diesen Zusammenhang. Da die Muskelleistung begrifflich auf der (aufgebrachten oder maximalen) Sehnenkraft des Muskels beruht, ist die natürlich abhängig davon, in welchem Intervall von Sarkomerlängen sie erbracht wird.

Bezogen auf sportliches Training bricht die Muskelleistungsfähigkeit im Rahmen des Trainings ein und erreicht mit Ende des Trainings ihr Minimum, woran sich die Erholungsphase (Regeneration) anschließt, die (je nach Intensität des Trainings meist binnen 24 h bis 96 h) die usrprüngliche Leistungsfähigkeit wiederherstellt, unter anderem indem Laktat abtransportiert wird und alle intramuskulären Energiedepots wiederaufgefüllt werden. Jegliche Empfindung des Sportlers von Ermüdung, noch nicht abgeschlossener Regeneration, Trägheit, Leistungsmangel sowie Motivationsmangel oder ähnlichen eher als psychisch zu bezeichnenden Symptomen ist in der Regel ein Indix dafür, daß die Regeneration tatsächlich noch nicht abgeschlossen ist.

Nach der Superkompensationstherorie schließt sich an die Regenerationsphase eine Phase erhöhter Leistungsfähigkeit (Superkompensation) an, die zu ihrem Ende auf das ursprüngliche Niveau vor Beginn des Trainings abfällt. Für einen maximalen Trainingserfolg würde der Sportler also idealerweise das nächste Training in das Maximum der Superkompensation legen um denselben Mechanismus auf einem neuen Niveau zu vollziehen. Dieses Vorgehen bezieht sich aber hauptsächlich auf die muskuläre Leistungsfähigkeit und vielleicht noch auf die kariopulmonale und garantiert nicht, daß etwa die tendinöse oder ossäre Belastbarkeit in gleichen Maße mit anwachsen: im Gegenteil läuft der Sportler Gefahr, daß diese bradytrophen Gewebe mit dem muskulären/kardiopulmonalen Fortschritt nicht standhalten, und er ein Overuse-Syndrom entwickelt. Diese Gefahr ist umso größer, je weniger lange er die (oder eine bezüglich der Belastung ähnliche) Sportart bereits betrieben hat oder je länger er mit dem Training pausiert hat.

Diese Seite wurde zuletzt am 2. August 2021 um 14:57 Uhr bearbeitet.

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