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Mundwinkelrhagade

Version vom 8. Juni 2008, 11:14 Uhr von 80.135.99.127 (Diskussion)

Synonyme: Cheilitis angularis, Perlèche, Angulus infectiosus, "Faulecke"
Englisch: angular cheilitis, perlèche, cheilosis, angular stomatitis

1 Definition

Mundwinkelrhagaden sind kleine, meist sehr schmerzhafte Einrisse (Rhagaden) in den Mundwinkeln mit entzündlichem Hof.

ICD10-Code: K13.0

2 Ätiologie

Mundwinkelrhagaden können lokale Ursachen haben (z.B. eine starke Faltenbildung im Mundwinkelbereich), kommen aber auch als klinisches Zeichen bei verschiedenen Allgemeinerkrankungen vor. Eine Immunschwäche oder Störungen der normalen Hautbarriere (z.B. bei Neurodermitis) begünstigen das Auftreten.

2.1 Lokale Ursachen

2.2 Systemische Ursachen

3 Klinik

Klinisch sieht man mehr oder weniger tiefe Epitheleinrisse (Fissuren) mit entzündlichem, geröteten Hof, die oberflächliche Gewebedefekte (Erosionen) aufweisen. Sie sind häufig von einem milchig durchweichten, im Randbereich krustigen Fibrinbelag bedeckt.

Die Läsionen treten in der Regel mehr oder minder symmetrisch auf. Bei einseitigem Auftreten sollte immer auch an eine Syphilis gedacht werden.

Da Mundwinkelrhagaden für den Patienten häufig schmerzhaft sind, kann bei ausgeprägtem Befall die Aufnahme fester Nahrung beeinträchtigt sein.

4 Therapie

Die Therapie richtet sich nach der auslösenden Ursache. Durch Auftragen von fetthaltigen Salben oder Pasten (z.B. Zinkpaste) bzw. Vaseline können die Symptome verbessert werden. Liegt eine Superinfektion vor, können zusätzliche lokale Antimykotika bzw. Antibiotika aufgetragen werden.

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