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Multifaktorielle Krankheit: Unterschied zwischen den Versionen

 
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==Genetik==
 
==Genetik==
Um das Auftreten mancher multifaktoriellen Krankheiten (z.B. angeborene [[Fehlbildung]]en) erklären zu können, bedient man sich in der [[Genetik]] dem Konzept des [[Schwellenwerteffekt]]s ("Alles-oder-nichts-Prinzip"). Dieses besagt, dass ein bestimmtes Merkmal erst dann [[phänotyp]]isch ersichtlich wird, wenn ein bestimmter Grenzwert an genetischer [[Prädisposition]] zur Ausprägung überschritten wird. Ab diesem Schwellenwert [[Expression|exprimiert]] das besagte Merkmal vollständig. Solche Schwellenwerte scheinen für das männliche und weibliche Geschlecht bei einigen Krankheiten unterschiedlich, also geschlechtsabhängig, zu sein.
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Um das Auftreten mancher multifaktoriellen Krankheiten (z.B. angeborene [[Fehlbildung]]en) erklären zu können, bedient man sich in der [[Genetik]] dem Konzept des [[Schwellenwerteffekt]]s ("Alles-oder-nichts-Prinzip"). Dieses besagt, dass ein bestimmtes Merkmal erst dann [[phänotyp]]isch ersichtlich wird, wenn ein bestimmter Grenzwert an [[genetische Prädisposition|genetischer Prädisposition]] zur Ausprägung überschritten wird. Ab diesem Schwellenwert [[Expression|exprimiert]] das besagte Merkmal vollständig. Solche Schwellenwerte scheinen für das männliche und weibliche Geschlecht bei einigen Krankheiten unterschiedlich, also geschlechtsabhängig, zu sein.
  
 
''siehe auch:'' [[Carter-Effekt]]
 
''siehe auch:'' [[Carter-Effekt]]

Aktuelle Version vom 14. März 2018, 14:33 Uhr

Synonym: Komplexe Krankheit

1 Definition

Von multifaktoriellen bzw. komplexen Krankheiten spricht man dann, wenn Krankheiten von mehreren Einflüssen abhängen, z.B. vom Zusammenspiel mehrerer Gene (polygen) und/oder von verschiedenen exogenen Faktoren.

2 Genetik

Um das Auftreten mancher multifaktoriellen Krankheiten (z.B. angeborene Fehlbildungen) erklären zu können, bedient man sich in der Genetik dem Konzept des Schwellenwerteffekts ("Alles-oder-nichts-Prinzip"). Dieses besagt, dass ein bestimmtes Merkmal erst dann phänotypisch ersichtlich wird, wenn ein bestimmter Grenzwert an genetischer Prädisposition zur Ausprägung überschritten wird. Ab diesem Schwellenwert exprimiert das besagte Merkmal vollständig. Solche Schwellenwerte scheinen für das männliche und weibliche Geschlecht bei einigen Krankheiten unterschiedlich, also geschlechtsabhängig, zu sein.

siehe auch: Carter-Effekt

3 Klinik

Zu den multifaktoriell erblichen Krankheiten mit geschlechtsabhängigem Schwellenwert zählen u.a.:

4 Literatur

  • "Basiswissen Humangenetik" - Christian P. Schaaf, Johannes Zschocke, Springer-Verlag, 2. Auflage

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