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Monro-Kellie-Doktrin

Version vom 13. November 2016, 22:35 Uhr von Lars Mühlen (Diskussion | Beiträge)

nach Alexander Monro (III), schottischer Anatom (1773-1859)
Synonym: Monro-Kellie-Hypothese

1 Definition

Die bereits im 19. Jahrhundert formulierte Monro-Kellie-Doktrin basiert auf der Tatsache, dass die Schädelhöhle ein starrer Hohlraum mit definiertem Volumen sei ("rigid box"). Sie besagt, dass die Summe der drei Komponenten:

innerhalb der Schädelhöhle stets gleich bleiben müsse, um den intrakraniellen Druck konstant zu halten. Das verfügbare intrakranielle Volumen beträgt dabei etwa 1600 ml.

2 Formel

Der Zusammenhang der Volumina (V) nach der Monro-Kellie-Doktrin kann in folgender Formel dargestellt werden:

V gesamt = V Gehirngewebe + V Blut + V Liquor

Die Zunahme einer Komponente führt also notwendigerweise zur Abnahme der beiden anderen. Das Gesamtvolumen bleibt nur konstant, wenn eine ausreichende Volumenverschiebung (dV) der anderen Komponenten stattfindet. Passiert dies nicht, steigt der intrakranielle Druck. Kommt eine Raumforderung als 4. Komponente hinzu, muss auch diese durch eine Volumenverschiebung ausgeglichen werden.

V gesamt + dV Gehirngewebe + dV Blut + dV Liquor (+ dVRaumforderung) = konstant

3 Beipiel

Bei einer Vergrößerung des Liquorvolumens, z.B. infolge einer chronischen Störung des Liquorabflusses, kommt es zu einer Ausweitung der Liquorräume mit Schrumpfung des Hirngewebes (Hirnatrophie). VGehirngewebe reduziert sich also, wodurch die erforderliche Volumenverschiebung stattfindet.

Diese Seite wurde zuletzt am 13. November 2016 um 22:35 Uhr bearbeitet.

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