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Monoaminoxidase B: Unterschied zwischen den Versionen

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* Es konnte gezeigt werden, dass das MAO-B-Level mit zunehmendem Alter ansteigt, was auf seine Rolle am natürlichen geistigen Verfall und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit zur späteren Entwicklung neurologischer Erkrankungen hindeutet. [[Neurodegenerative Erkrankung]]en wie [[Alzheimer]] und [[Morbus Parkinson]] werden mit einem erhöhten MAO-B-Spiegel im [[Gehirn]] assoziiert. Desaminierungen durch MAO-B erzeugen [[reaktive Sauerstoffverbindungen]] (ROS), die die Zellen direkt schädigen. Zudem kommt es durch den Abbau von Dopamin durch MAO-B zu einem erniedrigten Dopamin-Spiegel. Da dieser bei Morbus-Alzheimer durch das Absterben Dopamin-produzierender Neuronen ohnehin erniedrigt ist, verschlimmert dies die mit der Krankheit assoziierten Bewegungsstörungen.  
 
* Aktivere [[Polymorphismus|Polymorphismen]] des MAOB-Gens wurden außerdem mit negativer Emotionalität in Verbindung gebracht und als zugrundeliegender Faktor bei [[Depression]]en vermutet.  
 
* Aktivere [[Polymorphismus|Polymorphismen]] des MAOB-Gens wurden außerdem mit negativer Emotionalität in Verbindung gebracht und als zugrundeliegender Faktor bei [[Depression]]en vermutet.  

Version vom 2. März 2018, 10:59 Uhr

Abkürzung: MAO-B
Englisch: Monoamine oxidase B

1 Definition

Monoaminoxidase B ist ein Enzym auf der äußeren Mitochondrien-Membran, das die oxidative Desaminierung von biogenen und xenobiotischen Aminen katalysiert. Es kommt nur bei Säugetieren vor und ist auf dem kurzen Arm des X-Chromosoms kodiert.

2 Biochemie

MAO-B gehört zu den Flavin-Monoaminoxidasen und spielt eine wichtige Rolle im Katabolismus neuroaktiver und vasoaktiver Amine im zentralen Nervensystem und in peripheren Geweben. Es baut bevorzugt Benzylamin, Phenylethylamin und, wie MAO-A, auch Dopamin ab. Die Desaminierung erfolgt mithilfe von H2O und O2, bei der die entsprechenden Aldehyde, Ammoniak und Wasserstoffperoxid entstehen.

3 Unterschiede zu MAO-A

MAO-A, das paraloge Enzym zu MAO-B, metabolisiert im Allgemeinen Tyramin, Noradrenalin, Serotonin und Dopamin. Im Gegensatz dazu metabolisiert MAO-B hauptsächlich Dopamin.

4 Klinik

5 Assoziierte Erkrankungen

  • Es konnte gezeigt werden, dass das MAO-B-Level mit zunehmendem Alter ansteigt, was auf seine Rolle am natürlichen geistigen Verfall und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit zur späteren Entwicklung neurologischer Erkrankungen hindeutet. Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Morbus Parkinson werden mit einem erhöhten MAO-B-Spiegel im Gehirn assoziiert. Desaminierungen durch MAO-B erzeugen reaktive Sauerstoffverbindungen (ROS), die die Zellen direkt schädigen. Zudem kommt es durch den Abbau von Dopamin durch MAO-B zu einem erniedrigten Dopamin-Spiegel. Da dieser bei Morbus-Alzheimer durch das Absterben Dopamin-produzierender Neuronen ohnehin erniedrigt ist, verschlimmert dies die mit der Krankheit assoziierten Bewegungsstörungen.
  • Aktivere Polymorphismen des MAOB-Gens wurden außerdem mit negativer Emotionalität in Verbindung gebracht und als zugrundeliegender Faktor bei Depressionen vermutet.
  • Die Aktivität von MAO-B spielt außerdem nachweislich eine Rolle bei stressbedingten Herzschäden.

6 Therapie

Bei der Behandlung von Depressionen werden MAO-B-Hemmer als Antidepressiva eingesetzt, die den Abbau der Neurotransmitter durch MAO-B verlangsamen. Zudem ist speziell bei Morbus-Alzheimer die Hemmung von MAO-B durch seine hohe Spezifität für Dopamin von Bedeutung, sodass für die Therapie MAO-B-eingesetzt werden.

7 Quellen

Fachgebiete: Biochemie, Neurologie

Diese Seite wurde zuletzt am 2. März 2018 um 11:40 Uhr bearbeitet.

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