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Monoaminooxidase

Version vom 11. September 2015, 16:01 Uhr von Christoph Schäfer (Diskussion | Beiträge)

Abkürzung: MAO

1 Definition

Monoaminoxidase, kurz MAO, ist ein Enzym der äußeren Mitochondrienmembran, das den Abbau von Monoaminen katalysiert.

2 Biochemie

Die Monoaminoxidase desaminiert Amine (wie Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin) zu Aldehyden, die weiter zum entsprechenden Alkohol reduziert oder zur entsprechenden Säure oxidiert und so in biologisch inaktive Formen übergeführt werden. Monoaminooxidasen verstoffwechseln neben den endogenen Katecholaminen auch exogen zugeführte Amine wie das Tyramin im Käse.

Monoaminoxidase kommt in zwei Isoformen vor, welche eine unterschiedliche Substratspezifität aufweisen:

2.1 MAO-A

MAO-A ist vor allem außerhalb des Gehirns, in den Nervenenden des sympathischen Nervensystems lokalisiert, und baut Serotonin, Dopamin und Noradrenalin ab. MAO-A-Hemmer (z.B. Moclobemid) spielen beispielsweise in der antidepressiven Therapie eine Rolle.

2.2 MAO-B

MAO-B ist hauptsächlich in den Neuronen des Gehirns vorhanden. Dort ist es für den Dopamin-Abbau zuständig und ist das Ziel von MAO-B-Hemmern zur Behandlung des Morbus Parkinson.

3 Beispiel

Noradrenalin wird in der Leber erst durch die Catechol-O-Methyltransferase O-methyliert und dann durch die Monoaminooxidase desaminiert. Das im nächsten Schritt entstandene 3-Methoxy-4-mandelsäurealdehyd wird durch Oxidation in die 3-Methoxy-4-Hydroxymandelsäure übergeführt, welche dann im Harn ausgeschieden wird.

Diese Seite wurde zuletzt am 11. September 2015 um 16:01 Uhr bearbeitet.

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