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Mittlere korpuskuläre Hämoglobinkonzentration

Version vom 10. Februar 2014, 13:54 Uhr von Maria Fischer (Diskussion | Beiträge)

Abkürzung für: Mean Corpuscular Hemoglobin Concentration
Synonym: mittlere korpuskuläre Hämoglobin-Konzentration

1 Definition

Als MCHC oder mittlere korpuskuläre Hämoglobin-Konzentration bezeichnet man die Konzentration des Hämoglobins innerhalb der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Sie lässt sich aus der Hämoglobinkonzentration im Blut und dem Hämatokrit nach folgender Formel berechnen:

  • MCHC = Hämoglobinkonzentration im Blut / Hämatokrit

Die MCHC ist ein diagnostischer Marker für verschiedene Erkrankungen des Blutes oder blutbildenden Systems.

2 Referenzbereich

Der Referenzbereich für die mittlere korpuskuläre Hämoglobin-Konzentration beträgt:

  • 30 bis 36 g/dl

Ausschlaggebend ist der vom Labor angegebene Referenzwert.

3 Beziehungen

Rechnerisch steht dieser Marker im Zusammenhang mit zwei anderen:

Der Zusammenhang ist durch die Beziehung

  • MCHC = MCH / MCV oder auch
  • MCHC = Hb / Hkt

gegeben. Das bedeutet: Sind zwei dieser drei Größen bekannt, kann die dritte daraus errechnet werden.

4 Aussagekraft

Die MCHC ändert sich selten, da MCV und MCH sich meistens in die gleiche Richtung bewegen. Einige Hämatologen betrachten das MCHC daher eher als Plausibilitätskontrolle und überprüfen bei Abweichungen zuerst das Hämatologie-Gerät.

Ein erhöhter MCHC oberhalb der Norm (meist > 35 g/dl) ist ein fakultatives diagnostisches Bewertungskriterium bei der Diagnose einer Hereditären Sphärozytose.

5 Weblinks

Laborlexikon

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