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Mittelmeerfleckfieber: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Mittelmeerfleckfieber''' ist eine Rickettsiose, die durch Infektion mit dem Bakterium Rickettsia conorii entsteht.
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Typische Symptome des Mittelmeerfleckfiebers sind ein hohes [[Fieber]] und ein [[Exanthem]]. Oft bildet sich an der Einstichstelle der Zecke ein [[Eschar]] aus. Bei Vorerkrankungen ([[Diabetes mellitus]], [[Alkoholismus]], [[Herzinsuffizienz]]) kann es zu schweren Verlaufsformen mit einer [[Letalität]] über 50 % kommen.  
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Nach einer Inkubationszeit von ungefähr einer Woche entwickeln sich typischerweise folgende Symptome:
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* hohes [[Fieber]]
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* [[Myalgie]]n und [[Arthralgie]]n
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* [[Kopfschmerz]]en
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* [[Photophobie]]
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* [[Exanthem]]: erst [[makulös]], dann [[makulopapulös]], zum Teil [[petechial]]
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Oft bildet sich an der Einstichstelle der Zecke ein [[Eschar]] aus. Bei Vorerkrankungen ([[Diabetes mellitus]], [[Alkoholismus]], [[Herzinsuffizienz]]) kann es zu schweren Verlaufsformen mit einer [[Letalität]] über 50 % kommen.  
  
 
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Weiterhin können [[Hautbiopsie]]n mittels [[PCR]] auf Rickettsien-[[DNA]] untersucht werden. Eine kulturelle Anzucht erfordert Speziallaboratorien der Sicherheitsstufe 3. Rickettsien zeigen zwar einen [[gram-negativ]]en Zellwandaufbau, lassen sich aber diagnostish durch eine [[Gramfärbung]] nicht darstellen.  
 
Weiterhin können [[Hautbiopsie]]n mittels [[PCR]] auf Rickettsien-[[DNA]] untersucht werden. Eine kulturelle Anzucht erfordert Speziallaboratorien der Sicherheitsstufe 3. Rickettsien zeigen zwar einen [[gram-negativ]]en Zellwandaufbau, lassen sich aber diagnostish durch eine [[Gramfärbung]] nicht darstellen.  
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==Differenzialdiagnosen==
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In anderen geographischen Regionen existieren gleichartige Erkrankungen, z.B.
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* [[afrikanisches Zeckenbissfieber]] durch [[Rickettsia africae]]
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* [[japanisches Zeckenbissfieber|japanisches (orientalisches) Zeckenbissfieber]]: [[Rickettsia japonica]]
  
 
==Therapie==
 
==Therapie==

Version vom 17. August 2019, 11:27 Uhr

Synonyme: Mediterranes Fleckfieber, israelisches Fleckfieber, Boutonneuse-Fieber Englisch: Boutonneuse feber

1 Definition

Das Mittelmeerfleckfieber ist eine Rickettsiose, die durch Infektion mit dem Bakterium Rickettsia conorii entsteht.

2 Epidemiologie

Das Mittelmeerfleckfieber findet sich überwiegend in Südeuropa, Afrika sowie in südlichen und südwestlichen Gebieten in Zentralasien. Die braunen Hundezecken (Rhipicephalus sanguineus) sind Vektor und Reservoir von Rickettsia conorii.

3 Klinisches Bild

Nach einer Inkubationszeit von ungefähr einer Woche entwickeln sich typischerweise folgende Symptome:

Oft bildet sich an der Einstichstelle der Zecke ein Eschar aus. Bei Vorerkrankungen (Diabetes mellitus, Alkoholismus, Herzinsuffizienz) kann es zu schweren Verlaufsformen mit einer Letalität über 50 % kommen.

4 Diagnostik

Neben Berücksichtigung von epidemiologischen Daten sollte nach einem zurückliegenden Zeckenbiss gefragt werden. Bei Vorliegen entsprechender Symptome kann die Diagnose durch serologische Tests gesichert werden: Beweisend ist der zweifache Nachweis von IgM bzw. IgG-Antikörper mittels ELISA oder indirekter Immunfluoreszenz aus dem Serum im Abstand von 3 Wochen. Die Serologie weist jedoch nur Antigene nach, die bei allen Rickettsien auftreten können. Somit ist eine genaue Zuordnung zu einer bestimmten Erregerspezies nicht möglich.

Weiterhin können Hautbiopsien mittels PCR auf Rickettsien-DNA untersucht werden. Eine kulturelle Anzucht erfordert Speziallaboratorien der Sicherheitsstufe 3. Rickettsien zeigen zwar einen gram-negativen Zellwandaufbau, lassen sich aber diagnostish durch eine Gramfärbung nicht darstellen.

5 Differenzialdiagnosen

In anderen geographischen Regionen existieren gleichartige Erkrankungen, z.B.

6 Therapie

Die Behandlung erfolgt bei entsprechendem Verdacht mit Doxycyclin für 1 bis 5 Tage in einer Dosierung von 2 x 100 mg/d. Alternativ kann Chloramphenicol für 7 bis 10 Tage in einer Dosierung von 4 x 500 mg/d eingesetzt werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 17. August 2019 um 13:55 Uhr bearbeitet.

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