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Metformin: Unterschied zwischen den Versionen

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==Wirkungsmechanismus==
 
==Wirkungsmechanismus==
Metformin besitzt einen relativ komplexen Wirkungsmechanismus. Es hemmt die Atmungskette in den Mitochondrien. Dadurch kommt es zur Akkumulation von [[Laktat]] und Aktivierung der [[Glykolyse]].
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Metformin hemmt die Atmungskette in den Mitochondrien, wodurch die ATP-Synthese vermindert und die anaerobe [[Glykolyse]] gesteigert wird; das [[Laktat]] steigt an. Des Weiteren wird die Glukoseabgane der Leber vermindert.
  
Die Glucoseaufnahme [[peripher]]er Gewebe (z.B. [[Skelettmuskulatur]]) wird gesteigert. Die [[Gluconeogenese]] wird weitgehend unterbunden, die [[intestinal]]e Resorption von [[Glucose]] wird ebenfalls vermindert. Der [[Blutzucker]] sinkt dadurch unter der Therapie mit Metformin ab.
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Als Folge wird die Glucoseaufnahme [[peripher]]er Gewebe (z.B. [[Skelettmuskulatur]]) gesteigert. Der [[Blutzucker]] sinkt dadurch unter der Therapie mit Metformin ab.
  
 
==Pharmakokinetik==
 
==Pharmakokinetik==

Version vom 20. April 2006, 00:40 Uhr

1 Definition

Metformin ist ein zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 eingesetztes orales Antidiabetikum. Chemisch gehört Metformin zur Klasse der Biguanid-Derivate und ist zur Zeit (2005) in Deutschland das einzige zugelassene Medikament seiner Art.

2 Wirkungsmechanismus

Metformin hemmt die Atmungskette in den Mitochondrien, wodurch die ATP-Synthese vermindert und die anaerobe Glykolyse gesteigert wird; das Laktat steigt an. Des Weiteren wird die Glukoseabgane der Leber vermindert.

Als Folge wird die Glucoseaufnahme peripherer Gewebe (z.B. Skelettmuskulatur) gesteigert. Der Blutzucker sinkt dadurch unter der Therapie mit Metformin ab.

3 Pharmakokinetik

Nach oraler Gabe wird Metformin gut resorbiert. Die Elimination erfolgt unverändert über die Nieren. Die Halbwertszeit von Metformin beträgt ca. 3 Stunden.

4 Indikationsstellung

Metformin ist derzeit (2005) erste Wahl für die medikamentöse Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2, insbesondere bei übergewichtigen Patienten. Gelingt innerhalb von 3 Monaten durch Diät und Bewegung keine ausreichende Gewichtsreduktion und Einstellung des Stoffwechsels, sollte Metformin angeordnet werden. In mehreren großen klinischen Studien hat Metformin die besten Resultate bezüglich der Verhinderung diabetischer Komplikationen (z.B. diabetische Makroangiopathie, diabetische Retinopathie) erzielt.

Zusätzlich zur guten Wirksamkeit kommt es unter der Therapie mit Metformin nicht zu einer für den Patienten ungünstigen Gewichtszunahme, wie es beispielsweise bei Sulfonylharnstoffen und Glitazonen der Fall ist.

5 Nebenwirkungen

Bei Einnahme von Metformin kann es bei Nichtbeachtung der Kontraindikationen durch den verordnenden Arzt zur Ausbildung einer Laktatazidose kommen.

Weitere, weniger gefährliche Nebenwirkungen betreffen den Gastrointestinaltrakt (Übelkeit, Diarrhö).

6 Kontraindikationen

Generell sind alle Zustände mit vermehrtem Auftreten eines anaeroben Stoffwechsels und der folgenden Bildung von Laktat eine absolute Kontraindikation für Metformin, darunter unter anderem:

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Oktober 2014 um 15:50 Uhr bearbeitet.

Guten Morgen Herr Dr. Hadba, Herr Dr. Wedig hat bereits auf Ihre Frage reagiert. Seine Antwort können Sie sich hier ansehen: http://www.doccheck.com/de/ask/question/view/id/594213/ Für den Fall, dass Sie Ihm gerne antworten möchten, klicken Sie auf den "Antwort schreiben" Button unter der Frage. Viele Grüße
#3 am 17.05.2017 von Falk Müllner (DocCheck Team)
Hallo Herr Dr. Hadba, danke für Ihre Frage. Wir haben sie direkt an die Ask Community weitergeleitet. So erhalten Sie deutlich schneller eine Antwort. Sobald wir eine Reaktion von der Community für Sie haben, gebe ich Bescheid. Falls Sie die Frage selbst im Blick behalten möchten, können Sie dies gerne tun: http://www.doccheck.com/de/ask/question/view/id/594213/ Viele Grüße
#2 am 16.05.2017 von Falk Müllner (DocCheck Team)
Laut Crashkurs Pharmakologie,die 3.Auflage, Seite175: Metformin verbessert die Glukoseaufnahme in die Muskulatur,nicht aber ins Fettgewebe Förderung der Gewichtsreduktion: günstig bei Adipositas. Bitte um Klärung...danke ..Liebe Grüsse..Hayan.
#1 am 13.05.2017 von hayan hadba (Arzt | Ärztin)

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