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Meiose: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Meiose''' ist eine besondere Form der Zellteilung, die nur bei [[Keimzelle]]n abläuft und dazu dient, den [[diploid]]en [[Chromomsomensatz]] der Urkeimzellen auf den [[haploid]]en Satz der Keimzellen zu reduzieren. Dadurch kann die Chromosomenzahl über Generationen hinweg konstant gehalten werden.
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Die '''Meiose''' ist eine besondere Form der [[Zellteilung]], die nur bei [[Keimzelle]]n abläuft und dazu dient, den [[diploid]]en [[Chromomsomensatz]] der Urkeimzellen auf den [[haploid]]en Satz der Keimzellen zu reduzieren. Dadurch kann die [[Chromosom]]enzahl über [[Generation]]en hinweg konstant gehalten werden.
  
 
Im Gegensatz zur [[Mitose|mitotischen]] Teilung bei der zwei Zellen mit diploiden Chromosomensatz entstehen, gehen aus der Meiose vier Zellen mit einem haploiden Satz hervor.
 
Im Gegensatz zur [[Mitose|mitotischen]] Teilung bei der zwei Zellen mit diploiden Chromosomensatz entstehen, gehen aus der Meiose vier Zellen mit einem haploiden Satz hervor.
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Die Meiose läuft in zwei aufeinanderfolgenden Reifeteilungen ab:
  
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==Erste Reifeteilung - [[Reduktionsteilung]]==
Im ersten Teilungsvorgang werden die homologen Chromosomen getrennt. Aus einer diploiden Zelle entstehen zwei haploide Tochterzellen. Die erste Reifeteilung wird in fünf Stadien unterteilt:
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Im ersten Teilungsvorgang werden die [[homolog]]en Chromosomen getrennt. Aus einer diploiden Zelle entstehen zwei haploide Tochterzellen. Die erste Reifeteilung wird in fünf Stadien unterteilt:
*Prophase I
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* [[Prophase]] I
**Leptotän: Die Chromosomen sind als fadenartige Strukturen sichtbar und verdichten sich.  
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** [[Leptotän]]: Die Chromosomen sind als fadenartige Strukturen sichtbar und [[Kondensation|kondensieren]].  
**Zygotän: Es kommt zu einer Annährung der Chromosomen und schließlich zur homologen Chromosomenpaarung, in der sich ein müttlerliches Chromosom an ein homologes väterliches lagert. Die paarig angeordneten Chromosomen bilden ein [[Bivalent]]. Die vier [[Chromatid]]en werden [[Tetrade]] genannt.
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** [[Zygotän]]: Es kommt zu einer Annährung der Chromosomen und schließlich zur homologen Chromosomenpaarung, in der sich ein müttlerliches Chromosom an ein homologes väterliches lagert. Die paarig angeordneten Chromosomen bilden ein [[Bivalent]]. Die vier [[Chromatid]]en werden [[Tetrade]] genannt.
**Pachytän: In diesem Stadium überkreuzen sich die Chromatiden und tauschen genetisches Material aus. Beim diesem [[Crossing-over]] werden mütterliches und väterliches Erbgut rekombiniert.  
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** [[Pachytän]]: In diesem Stadium überkreuzen sich die Chromatiden und tauschen genetisches Material aus. Beim diesem [[Crossing-over]] werden mütterliches und väterliches Erbgut rekombiniert.  
**Diplotän: Die homologen Chromosomenpaare trennen sich, bleiben an den Kreuzungsstellen ([[Chiasmata]]) allerdings verbunden. Während der Trennung rücken diese Kreuzungsstellen immer weiter an das Chromosomenende. Dieser Vorgang wird als [[Terminalisierung]] bezeichnet.
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** [[Diplotän]]: Die homologen Chromosomenpaare trennen sich, bleiben an den Kreuzungsstellen ([[Chiasma]]ta) allerdings verbunden. Während der Trennung rücken diese Kreuzungsstellen immer weiter an das Chromosomenende. Dieser Vorgang wird als [[Terminalisierung]] bezeichnet.
**Diakinese: Im letzen Stadium der Prophase löst sich die Kernhülle auf und es entsteht eine Teilungsspindel. In den [[Oozyten]] kann sich das Diktyotän, eine Ruhephase, in der die Zellen bis zu Jahrzehnten verharren, anschließen.
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** [[Diakinese]]: Im letzen Stadium der Prophase löst sich die [[Kernmembran]] auf und es entsteht ein [[Spindelapparat]]. In den [[Oozyte]] kann sich das [[Diktyotän]], eine Ruhephase, in der die Zellen bis zu Jahrzehnten verharren, anschließen.
*Metaphase I: Die homologen Chromosomenpaare werden in der Äquatorialebene ausgerichtet.
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* [[Metaphase]] I: Die homologen Chromosomenpaare werden in der Äquatorialebene ausgerichtet.
*Anaphase I: Die homologen Chromosomenpaare wandern zu den entgegengesetzten Zellpolen und werden dadurch getrennt ([[Disjunction]]).
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* [[Anaphase]] I: Die homologen Chromosomenpaare wandern zu den entgegengesetzten Zellpolen und werden dadurch getrennt ([[Disjunction]]).
*Telophase I: Die Plasmamembran wird eingeschnürt, es entstehen zwei haploide Tochterzellen.
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* [[Telophase]] I: Die Plasmamembran wird eingeschnürt, es entstehen zwei haploide Tochterzellen.
  
==Zweite Reifeteilung - Äquationsteilung==
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==Zweite Reifeteilung - [[Äquationsteilung]]==
 
Nach einer kurzen [[Interkinese]] beginnt die zweite Reifeteilung, die ähnlich wie die [[Mitose]] verläuft.
 
Nach einer kurzen [[Interkinese]] beginnt die zweite Reifeteilung, die ähnlich wie die [[Mitose]] verläuft.
*Prophase II: Die Chromosomen kondensieren sich erneut. Nach der Auflösung der Kernhülle entsteht eine Teilungsspindel.
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* Prophase II: Die Chromosomen kondensieren sich erneut. Nach der Auflösung der Kernhülle entsteht eine Teilungsspindel.
*Metaphase II: Die Chromosomen ordnen sich in der Äquatorialebene an.
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* Metaphase II: Die Chromosomen ordnen sich in der Äquatorialebene an.
*Anaphase II: Die Schwesterchromatiden werden am Zentromer voneinander getrennt und die nun getrennten Chromatiden wandern zu den Zellpolen.
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* Anaphase II: Die Schwesterchromatiden werden am [[Zentromer]] voneinander getrennt und die nun getrennten [[Chromatid]]en wandern zu den Zellpolen.
*Telophase II: Die Chromatiden befinden sich an den Zellpolen und die Kerne bilden sich. Durch die Teilung der diploiden Mutterzelle entstehen 4 Zellen mit jeweils einem haploiden Chromosomensatz.
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* Telophase II: Die Chromatiden befinden sich an den Zellpolen und die Kerne bilden sich. Durch die Teilung der diploiden Mutterzelle entstehen 4 Zellen mit jeweils einem haploiden Chromosomensatz.
  
Trennen sich während der Meiose die homologen Chromosomen nicht voneinander ([[Non-Disjunction]]), so kann eine Keimzelle zu viele oder zu wenig Chromosomen enthalten. Es kommt bei der Befruchtung zu einer numerischen [[Chromosomenaberration]], was eine Erbkrankheit zur Folge hat.
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Trennen sich während der Meiose die homologen Chromosomen nicht voneinander ([[Non-Disjunction]]), kann eine Keimzelle zu viele oder zu wenig Chromosomen enthalten. Es kommt bei der Befruchtung zu einer numerischen [[Chromosomenaberration]], was eine Erbkrankheit zur Folge hat.

Version vom 26. Februar 2004, 22:05 Uhr

Von griechisch: meiosis - Verminderung
Synonyme: Reduktionsteilung, Reifeteilung

Die Meiose ist eine besondere Form der Zellteilung, die nur bei Keimzellen abläuft und dazu dient, den diploiden Chromomsomensatz der Urkeimzellen auf den haploiden Satz der Keimzellen zu reduzieren. Dadurch kann die Chromosomenzahl über Generationen hinweg konstant gehalten werden.

Im Gegensatz zur mitotischen Teilung bei der zwei Zellen mit diploiden Chromosomensatz entstehen, gehen aus der Meiose vier Zellen mit einem haploiden Satz hervor.

Die Meiose läuft in zwei aufeinanderfolgenden Reifeteilungen ab:

1 Erste Reifeteilung - Reduktionsteilung

Im ersten Teilungsvorgang werden die homologen Chromosomen getrennt. Aus einer diploiden Zelle entstehen zwei haploide Tochterzellen. Die erste Reifeteilung wird in fünf Stadien unterteilt:

  • Prophase I
    • Leptotän: Die Chromosomen sind als fadenartige Strukturen sichtbar und kondensieren.
    • Zygotän: Es kommt zu einer Annährung der Chromosomen und schließlich zur homologen Chromosomenpaarung, in der sich ein müttlerliches Chromosom an ein homologes väterliches lagert. Die paarig angeordneten Chromosomen bilden ein Bivalent. Die vier Chromatiden werden Tetrade genannt.
    • Pachytän: In diesem Stadium überkreuzen sich die Chromatiden und tauschen genetisches Material aus. Beim diesem Crossing-over werden mütterliches und väterliches Erbgut rekombiniert.
    • Diplotän: Die homologen Chromosomenpaare trennen sich, bleiben an den Kreuzungsstellen (Chiasmata) allerdings verbunden. Während der Trennung rücken diese Kreuzungsstellen immer weiter an das Chromosomenende. Dieser Vorgang wird als Terminalisierung bezeichnet.
    • Diakinese: Im letzen Stadium der Prophase löst sich die Kernmembran auf und es entsteht ein Spindelapparat. In den Oozyte kann sich das Diktyotän, eine Ruhephase, in der die Zellen bis zu Jahrzehnten verharren, anschließen.
  • Metaphase I: Die homologen Chromosomenpaare werden in der Äquatorialebene ausgerichtet.
  • Anaphase I: Die homologen Chromosomenpaare wandern zu den entgegengesetzten Zellpolen und werden dadurch getrennt (Disjunction).
  • Telophase I: Die Plasmamembran wird eingeschnürt, es entstehen zwei haploide Tochterzellen.

2 Zweite Reifeteilung - Äquationsteilung

Nach einer kurzen Interkinese beginnt die zweite Reifeteilung, die ähnlich wie die Mitose verläuft.

  • Prophase II: Die Chromosomen kondensieren sich erneut. Nach der Auflösung der Kernhülle entsteht eine Teilungsspindel.
  • Metaphase II: Die Chromosomen ordnen sich in der Äquatorialebene an.
  • Anaphase II: Die Schwesterchromatiden werden am Zentromer voneinander getrennt und die nun getrennten Chromatiden wandern zu den Zellpolen.
  • Telophase II: Die Chromatiden befinden sich an den Zellpolen und die Kerne bilden sich. Durch die Teilung der diploiden Mutterzelle entstehen 4 Zellen mit jeweils einem haploiden Chromosomensatz.

Trennen sich während der Meiose die homologen Chromosomen nicht voneinander (Non-Disjunction), kann eine Keimzelle zu viele oder zu wenig Chromosomen enthalten. Es kommt bei der Befruchtung zu einer numerischen Chromosomenaberration, was eine Erbkrankheit zur Folge hat.

Tags:

Fachgebiete: Biologie

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Mai 2004 um 01:10 Uhr bearbeitet.

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