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Mediterrane Diät: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter der '''mediterranen Diät''' versteht man eine Ernährung, wie sie in bestimmten Regionen Südeuropas (Süditalien, Spanien, Griechenland) üblich ist bzw. war. Die mediterrane Diät wurde 2010 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.
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Unter der '''mediterranen Diät''' versteht man eine Ernährung, wie sie in bestimmten Regionen Südeuropas (Süditalien, Spanien, Griechenland) üblich ist bzw. war.
  
 
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Die mediterrane Ernährung umfasst einen relativ hohen Konsum an Früchten, Gemüsen, Getreideprodukten, [[Vitamin]]en und [[Sekundärer Pflanzenstoff|sekundären Pflanzenstoffen]] (z.B. [[Polyphenol]]e) und einfach [[ungesättigt]]en [[Fettsäure]]n ([[MUFA]], v.a. durch Olivenöl) bei geringer Zufuhr von gesättigten und [[Trans-Fettsäure]]n. Weiterhin werden folgende Aspekte des Lebensstils häufig dazugezählt:
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Die mediterrane Ernährung umfasst einen relativ hohen Konsum von Obst und Gemüse, Getreideprodukte und Hülsenfrüchte, [[Vitamin]]e und [[Sekundärer Pflanzenstoff|sekundären Pflanzenstoffen]] (z.B. [[Polyphenol]]e) und einfach [[ungesättigt]]en [[Fettsäure]]n ([[MUFA]], v.a. durch Olivenöl) bei geringer Zufuhr von gesättigten und [[Trans-Fettsäure]]n. Milchprodukte (v.a. Käse und Joghurt), Fisch und Wein werden im gemäßigten, rotes Fleisch im geringen Ausmaß verzehrt.
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Die mediterrane Diät wurde 2010 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Sie beinhaltet jedoch auch eine Reihe von Ritualen und Traditionen, die den Anbau, die Ernte, die Verarbeitung und den Verzehr von Lebensmitteln betreffen. Entsprechend werden folgende Aspekte des Lebensstils häufig zur mediterranen Diät dazugezählt:
 
* tägliche körperliche Aktivität
 
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In Studien zwischen 1950 und 1970 wurde in der mediterranen Bevölkerung trotz relativ hoher [[Fett]]zufuhr eine relativ geringe Rate an [[Herz-Kreislauf-Erkrankung]]en (incl. [[Hypertonie]] und [[periphere arterielle Verschlusskrankheit]]) gefunden. Weiterhin konnnten [[klinische Studie]]n aufzeigen, dass die Bewohner von Mittelmeerländern ein geringeres Risiko für [[Adipositas]] und [[Dickdarmkrebs]] haben.
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In Studien zwischen 1950 und 1970 wurde in der mediterranen Bevölkerung trotz relativ hoher [[Fett]]zufuhr eine relativ geringe Rate an [[Herz-Kreislauf-Erkrankung]]en (incl. [[Hypertonie]] und [[periphere arterielle Verschlusskrankheit]]) gefunden. Weiterhin konnnten [[klinische Studie]]n aufzeigen, dass die Bewohner von Mittelmeerländern ein geringeres Risiko für [[Dickdarmkrebs]], [[Adipositas]] und Diabetes mellitus Typ 2 haben.
  
 
Die mediterrane Diät wird u.a. aus folgenden Gründen zur [[Primärprävention|Primär-]] und [[Sekundärprävention]] ernährungsbedingter Erkrankungen und bei [[koronare Herzkrankheit|koronarer Herzkrankheit]] (KHK) empfohlen:
 
Die mediterrane Diät wird u.a. aus folgenden Gründen zur [[Primärprävention|Primär-]] und [[Sekundärprävention]] ernährungsbedingter Erkrankungen und bei [[koronare Herzkrankheit|koronarer Herzkrankheit]] (KHK) empfohlen:

Version vom 16. Dezember 2020, 14:08 Uhr

Synonyme: Mittelmeer-Diät, mediterrane Ernährung, MUFA-reiche Ernährung
Englisch: mediterranean diet

1 Definition

Unter der mediterranen Diät versteht man eine Ernährung, wie sie in bestimmten Regionen Südeuropas (Süditalien, Spanien, Griechenland) üblich ist bzw. war.

2 Charakteristika

Die mediterrane Ernährung umfasst einen relativ hohen Konsum von Obst und Gemüse, Getreideprodukte und Hülsenfrüchte, Vitamine und sekundären Pflanzenstoffen (z.B. Polyphenole) und einfach ungesättigten Fettsäuren (MUFA, v.a. durch Olivenöl) bei geringer Zufuhr von gesättigten und Trans-Fettsäuren. Milchprodukte (v.a. Käse und Joghurt), Fisch und Wein werden im gemäßigten, rotes Fleisch im geringen Ausmaß verzehrt.

Die mediterrane Diät wurde 2010 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Sie beinhaltet jedoch auch eine Reihe von Ritualen und Traditionen, die den Anbau, die Ernte, die Verarbeitung und den Verzehr von Lebensmitteln betreffen. Entsprechend werden folgende Aspekte des Lebensstils häufig zur mediterranen Diät dazugezählt:

  • tägliche körperliche Aktivität
  • direkte, offene zwischenmenschliche Kommunikation (z.B. langes Essen in der Gruppe)
  • liebevolle Zubereitung der Nahrung, kein Fast-Food sondern Slow-Food
  • tägliche Siesta nach dem Essen

3 Lebensmittelauswahl

Die mediterrane Diät zeichnet sich durch die Aufnahme folgender Nahrungsmittel aus:

3.1 Tägliche Aufnahme von...

  • Vollkornbrot, Nudeln, Reis, andere Getreide/-produkte, Kartoffeln
  • Obst und Gemüse
  • Bohnen, Nüsse, andere Hülsenfrüchte
  • Milchprodukten (z.B. Käse)
  • Olivenöl

3.2 Mehrmalige Aufnahme pro Woche von...

  • Wein (moderat)
  • Fisch
  • Geflügel
  • Eiern

3.3 Mehrmalige Aufnahme pro Monat von...

  • Süßigkeiten
  • rotes Fleisch

4 Klinik

In Studien zwischen 1950 und 1970 wurde in der mediterranen Bevölkerung trotz relativ hoher Fettzufuhr eine relativ geringe Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (incl. Hypertonie und periphere arterielle Verschlusskrankheit) gefunden. Weiterhin konnnten klinische Studien aufzeigen, dass die Bewohner von Mittelmeerländern ein geringeres Risiko für Dickdarmkrebs, Adipositas und Diabetes mellitus Typ 2 haben.

Die mediterrane Diät wird u.a. aus folgenden Gründen zur Primär- und Sekundärprävention ernährungsbedingter Erkrankungen und bei koronarer Herzkrankheit (KHK) empfohlen:

  • Im Fisch sind zahlreiche Omega-3-Fettsäuren enthalten.
  • Durch den Konsum von Obst, Gemüse und Rotwein werden viele Antioxidantien aufgenommen.
  • Es werden viele ungesättigte, aber nur wenige gesättigte Fettsäuren aufgenommen.
  • Olivenöl soll die Konzentration an HDL erhöhen.
  • Es werden zahlreiche Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe aufgenommen.

Diese Seite wurde zuletzt am 16. Dezember 2020 um 19:49 Uhr bearbeitet.

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