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Medikamenteninduzierter Lupus erythematodes

Version vom 21. November 2009, 17:14 Uhr von Dr. Benjamin Abels (Diskussion | Beiträge)

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Synonym: Pseudo-Lupus-erythematodes-Syndrom
Englisch: drug induced lupus erythematosus (DIL)

1 Definition

Als Medikamenteninduzierter Lupus erythematodes, kurz DIL, bezeichnet man eine systemische Autoimmunerkrankung, die von einer ganzen Reihe an Medikamenten ausgelöst werden kann.

2 Klinik

Über 40 verschiedene Medikamente können DIL verursachen, der sich klinisch wie ein systemischer Lupus erythematosis (SLE) präsentiert, v.a. mit Hautsymptomatik und Gelenkbeschwerden, seltener auch mit Nierenbeteiligung oder Beteiligung des Nervensystems.

Die wichtigsten auslösenden Medikamente sind Hydralazin, INH, Procainamide und Phenytoin.

Wenn diese Medikamente im Körper des Patienten eine bestimmte Konzentration erreicht haben (steady-state), kann sich nach einigen Wochen bis Monaten Therapiedauer die Lupus-Symptomatik ausbilden.

3 Epidemiologie

Der DRL tritt geschlechtsunabhängig, vor allem im höheren Lebensalter auf. Eine erhöhte Inzidenz besteht bei Patienten mit HLA-DR4 und Langsamacetylierern.

4 Pathogenese

Die Ursache für die Entstehung des DIL ist ungeklärt. Die verursachenden Medikamente haben keine bestimmte pharmakologische Eigenschaft oder chemische Struktur gemeinsam, die man dafür verantwortlich machen könnte.

5 Diagnostik

6 Therapie

Absetzten der entsprechenden Medikamente.

7 Prognose

Die Prognose ist gut, wenn das entsprechende DIL-verursachende Medikament erkannt ist kommt es nach Absetzten rasch zu einem vollständigen Rückgang der Symptome.

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