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Medikamenteninduzierter Kopfschmerz: Unterschied zwischen den Versionen

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Beim medikamenteninduzierten Kopfschmerz können die [[Schmerzen]] sowohl durch eine [[Überempfindlichkeit]] gegenüber dem [[Wirkstoff]], als auch durch eine [[Überdosierung]] oder durch [[Entzug]] ausgelöst werden. Sehr häufig kommt es nach Beendigung einer Langzeitbehandlung mit [[Analgetikum|Analgetika]] zu medikamenteninduziertem Kopfschmerz. Einige [[Medikament]]e können auch Kopfschmerzen als [[Nebenwirkung]] haben.  
 
Beim medikamenteninduzierten Kopfschmerz können die [[Schmerzen]] sowohl durch eine [[Überempfindlichkeit]] gegenüber dem [[Wirkstoff]], als auch durch eine [[Überdosierung]] oder durch [[Entzug]] ausgelöst werden. Sehr häufig kommt es nach Beendigung einer Langzeitbehandlung mit [[Analgetikum|Analgetika]] zu medikamenteninduziertem Kopfschmerz. Einige [[Medikament]]e können auch Kopfschmerzen als [[Nebenwirkung]] haben.  
  
Medikamenteninduzierter Kopfschmerz gehört zur übergeordneten Gruppe der substanzinduzierten Kopfschmerzen.  
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==Symptome==
 
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Die durch Arzneimittel hervorgerufene Art von Kopfschmerzen stellt sich als sehr vielseitig dar. Die Kopfschmerzen haben bestimmte Eigenschaften einer typischen [[Migräne]], ähneln aber in einigen Fällen auch dem [[chronisch]]en [[Spannungskopfschmerz]]. Die Schmerzstärke wird meistens als mindestens mittelstark angegeben. Die Beschwerden treten teilweise einseitig, nicht selten jedoch auch beidseitig auf.  
 
Die durch Arzneimittel hervorgerufene Art von Kopfschmerzen stellt sich als sehr vielseitig dar. Die Kopfschmerzen haben bestimmte Eigenschaften einer typischen [[Migräne]], ähneln aber in einigen Fällen auch dem [[chronisch]]en [[Spannungskopfschmerz]]. Die Schmerzstärke wird meistens als mindestens mittelstark angegeben. Die Beschwerden treten teilweise einseitig, nicht selten jedoch auch beidseitig auf.  
  
Der medikamenteninduzierte Kopfschmerz tritt fast täglich auf. In leichteren Fällen kommt es alle zwei bis drei Tage zu der [[Symptomatik]]. Der Charakter des Schmerzes kann sowohl dumpf als auch stechend sein, etwas seltener tritt pulsierender Kopfschmerz auf. Je nach [[Patient]] treten begleitende [[Übelkeit]] und [[Lichtempfindlichkeit]] auf. Schallempfindlichkeit kann ebenfalls erhöht sein und der Betroffene sehnt sich nach Ruhe.  
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Der medikamenteninduzierte Kopfschmerz tritt fast täglich auf. In leichteren Fällen tritt die [[Symptomatik]] alle zwei bis drei Tage auf. Der Charakter des Schmerzes kann sowohl dumpf als auch stechend sein, etwas seltener tritt pulsierender Kopfschmerz auf. Je nach [[Patient]] treten begleitende [[Übelkeit]] und [[Lichtempfindlichkeit]] auf. Schallempfindlichkeit kann ebenfalls erhöht sein und der Betroffene sehnt sich nach Ruhe.  
  
 
==Analgetika als Auslöser==
 
==Analgetika als Auslöser==
Als sehr häufiger Auslöser von medikamenteninduziertem Kopfschmerz gilt die langzeitige, häufige oder hochdosierte Einnahme von [[Schmerzmittel]]n. Gerade eine Langzeiteinnahme dieser Medikamente sorgt letztendlich dafür, dass sich die Schmerzempfindungsschwelle des [[Nervensystem]]s langsam, aber konstant anhebt. Der Patient wird empfindlich für ansonsten als unterschwellig angesehene Schmerzreize. [[Physiologie|Physiologisch]] geschieht dies wahrscheinlich durch eine kompensatorische Erhöhung der [[Rezeptor]]endichte für schmerzvermittelnde [[Neurotransmitter]] unter der Einnahme von Analgetika. Die unter Medikamenteneinfluss als stärker angesehenen Schmerzen werden wiederum mit Schmerzmitteln bekämpft, was im Sinne eines [[Circulus vitiosus]] zu einer erneuten Erhöhung der Schmerzempfindlichkeit führt. Bei Verringerung oder Absetzen der Wirkstoffe kommt es nicht selten zu starken Kopfschmerzen.
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Als sehr häufiger Auslöser von medikamenteninduziertem Kopfschmerz gilt die langzeitige, häufige oder hochdosierte Einnahme von [[Schmerzmittel]]n. Gerade eine Langzeiteinnahme dieser Medikamente sorgt letztendlich dafür, dass sich die Schmerzempfindungsschwelle des [[Nervensystem]]s langsam, aber konstant sinkt. Der Patient wird empfindlich für ansonsten als unterschwellig angesehene Schmerzreize. [[Physiologie|Physiologisch]] geschieht dies wahrscheinlich durch eine kompensatorische Erhöhung der [[Rezeptor]]endichte für schmerzvermittelnde [[Neurotransmitter]] unter der Einnahme von Analgetika. Die unter Medikamenteneinfluss als stärker angesehenen Schmerzen werden wiederum mit Schmerzmitteln bekämpft, was im Sinne eines [[Circulus vitiosus]] zu einer erneuten Erhöhung der Schmerzempfindlichkeit führt. Bei Verringerung oder Absetzen der Wirkstoffe kommt es nicht selten zu starken Kopfschmerzen.
  
 
==Wirkstoffe mit Kopfschmerzen als Nebenwirkungen==
 
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Der wichtigste Faktor ist der Einnahmestopp des schmerzauslösenden Arzneimittels bzw. Wirkstoffes. Liegt eine Sucht vor, sollte der Entzug idealerweise [[stationär]] erfolgen. Unterstützend wirken hier häufig [[Sport]], [[Entspannungstechnik]]en oder eine [[Verhaltenstherapie]]. Kommt es nach erfolgreichem Absetzen des Medikamentes wieder zu den [[Symptom]]en, die die Einnahme erst indiziert haben, sollte versucht werden, die entsprechende Grund[[erkrankung]] anderweitig zu therapieren.
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Der wichtigste Faktor ist der Einnahmestopp des schmerzauslösenden Arzneimittels bzw. Wirkstoffes. Liegt eine Sucht vor, sollte der Entzug idealerweise [[stationär]] erfolgen. Unterstützend wirken hier häufig [[Sport]], [[Entspannungstechnik]]en oder eine [[Verhaltenstherapie]]. Kommt es nach erfolgreichem Absetzen des Medikamentes wieder zu den [[Symptom]]en, die die Einnahme erst indiziert haben, sollte versucht werden, die entsprechende [[Grunderkrankung]] anderweitig zu therapieren.
 
[[Fachgebiet:Arzneimittel]]
 
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[[Tag:Migräne]]
 
[[Tag:Spannungskopfschmerz]]
 
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Aktuelle Version vom 9. Oktober 2019, 15:26 Uhr

1 Definition

Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen sind Kopfschmerzen, die im weitesten Sinne durch Arzneimittel ausgelöst bzw. aufrechterhalten werden.

2 Hintergrund

Beim medikamenteninduzierten Kopfschmerz können die Schmerzen sowohl durch eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, als auch durch eine Überdosierung oder durch Entzug ausgelöst werden. Sehr häufig kommt es nach Beendigung einer Langzeitbehandlung mit Analgetika zu medikamenteninduziertem Kopfschmerz. Einige Medikamente können auch Kopfschmerzen als Nebenwirkung haben.

Medikamenteninduzierter Kopfschmerz gehört zur übergeordneten Gruppe der substanzinduzierten Kopfschmerzen.

siehe auch: Medikamenteninduzierter Dauerkopfschmerz

3 Symptome

Die durch Arzneimittel hervorgerufene Art von Kopfschmerzen stellt sich als sehr vielseitig dar. Die Kopfschmerzen haben bestimmte Eigenschaften einer typischen Migräne, ähneln aber in einigen Fällen auch dem chronischen Spannungskopfschmerz. Die Schmerzstärke wird meistens als mindestens mittelstark angegeben. Die Beschwerden treten teilweise einseitig, nicht selten jedoch auch beidseitig auf.

Der medikamenteninduzierte Kopfschmerz tritt fast täglich auf. In leichteren Fällen tritt die Symptomatik alle zwei bis drei Tage auf. Der Charakter des Schmerzes kann sowohl dumpf als auch stechend sein, etwas seltener tritt pulsierender Kopfschmerz auf. Je nach Patient treten begleitende Übelkeit und Lichtempfindlichkeit auf. Schallempfindlichkeit kann ebenfalls erhöht sein und der Betroffene sehnt sich nach Ruhe.

4 Analgetika als Auslöser

Als sehr häufiger Auslöser von medikamenteninduziertem Kopfschmerz gilt die langzeitige, häufige oder hochdosierte Einnahme von Schmerzmitteln. Gerade eine Langzeiteinnahme dieser Medikamente sorgt letztendlich dafür, dass sich die Schmerzempfindungsschwelle des Nervensystems langsam, aber konstant sinkt. Der Patient wird empfindlich für ansonsten als unterschwellig angesehene Schmerzreize. Physiologisch geschieht dies wahrscheinlich durch eine kompensatorische Erhöhung der Rezeptorendichte für schmerzvermittelnde Neurotransmitter unter der Einnahme von Analgetika. Die unter Medikamenteneinfluss als stärker angesehenen Schmerzen werden wiederum mit Schmerzmitteln bekämpft, was im Sinne eines Circulus vitiosus zu einer erneuten Erhöhung der Schmerzempfindlichkeit führt. Bei Verringerung oder Absetzen der Wirkstoffe kommt es nicht selten zu starken Kopfschmerzen.

5 Wirkstoffe mit Kopfschmerzen als Nebenwirkungen

6 Therapie

Der wichtigste Faktor ist der Einnahmestopp des schmerzauslösenden Arzneimittels bzw. Wirkstoffes. Liegt eine Sucht vor, sollte der Entzug idealerweise stationär erfolgen. Unterstützend wirken hier häufig Sport, Entspannungstechniken oder eine Verhaltenstherapie. Kommt es nach erfolgreichem Absetzen des Medikamentes wieder zu den Symptomen, die die Einnahme erst indiziert haben, sollte versucht werden, die entsprechende Grunderkrankung anderweitig zu therapieren.

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Oktober 2019 um 15:26 Uhr bearbeitet.

So ist es. Nach gutdünken und schlechtdünken. Genau wie bei Wikipedia.
#4 am 21.02.2019 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Hallo, ich habe diese Seite bis jetzt als sporadisch als Quelle verwendet, bis jetzt für triviale Inhalte ... Kann hier jeder nach gutdünken Texte editieren?
#3 am 15.02.2019 von Klaus KLaußner (Medizinjournalist/in)
Hallo, vielen Dank für den Hinweis. Die Formulierung ist angepasst. Sie können übirgens Änderungen auch gerne selbst durchführen. Einfach auf den roten "Bearbeiten" Button klicken und den Text editieren. Viele Grüße
#2 am 04.07.2016 von Dr. Carina Hönscher
Gast
" Schmerzempfindungsschwelle des Nervensystems langsam, aber konstant anhebt." kann nicht richtig sein- der Schmerz wird ja schon geringer wahrgenommen, d.h. die Schwelle sinkt.
#1 am 04.07.2016 von Gast (Arzt | Ärztin)

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