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Markscheide

Version vom 5. März 2018, 09:59 Uhr von Nicht mehr aktiv :-( (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Myelinscheide
Englisch: myelin sheath

1 Definition

Die Markscheide ist eine aus Myelin bestehende, mehrschichtige Struktur, die eine im Zentrum sitzende Nervenfaser (Axon) spiralförmig umschließt - etwa so wie eine Rolle Tesafilm das Plastikröhrchen.

2 Biochemie

Die Mark- bzw. Myelinscheide wird aus Myelin aufgebaut, welches zu etwa 25% aus Proteinen und etwa 75% aus Lipiden besteht. Die Lipide bestehen hauptsächlich aus Sphingomyelin, das durch eine Verbindung des zweiwertigen Alkohols Sphingosin mit zwei Fettsäuren, Phosphat und Cholin entsteht.

3 Histologie

Die Markscheiden werden im peripheren Nervensystem durch Ausstülpungen der Schwann-Zellen, im zentralen Nervensystem durch Oligodendrozyten gebildet. Sie werden in regelmäßigen Abständen durch Ranvier-Schnürringe unterbrochen. An dieser Stelle bildet sich ein Aktionspotential aus, welches von Schnürring zu Schnürring springt (saltatorische Erregungsleitung). Auf diese Weise können elektrische Impulse schneller weitergeleitet werden als an marklosen Nerven. Der Bereich zwischen den Schnürringen wird als Internodium bezeichnet.

Die von Markscheiden umgebenen Nervenfasern werden als "markhaltige Nervenfasern" bezeichnet. Die Markscheide hat 2 wichtige Funktionen:

  • Ernährung und Schutz der Nervenfaser
  • Bioelektrische Isolation und Beschleunigung der Erregungsleitung

Diese Seite wurde zuletzt am 12. April 2020 um 18:02 Uhr bearbeitet.

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