Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Marcus-Gunn-Syndrom: Unterschied zwischen den Versionen

(Die Seite wurde neu angelegt: „''Synonym: Mandibulopalpebrale Synkinese''<br /> '''''Englisch''': Marcus Gunn syndrome, Marcus Gunn jaw-winking syndrome''<br /> ==Definition== Das '''Marcus…“)
 
 
Zeile 6: Zeile 6:
  
 
==Klinik==
 
==Klinik==
Das Marcus-Gunn-Syndrom äußert sich durch eine unwillkürliche Bewegung des [[Musculus levator palpebrae]] bei Bewegung des [[Unterkiefer]]s, was zu einem Aufreißen der Augen führt. Ursächlich ist eine [[Innervation|Fehlinnervation]] des Muskels. Er wird bei Erkrankten nicht wie sonst durch den [[Nervus oculomotorius]], sondern durch den [[Nervus mandibularis]] versorgt. Dieser innerviert auch in den [[Musculus pterygoideus lateralis]], der an der Unterkieferbewegung beteiligt ist.  
+
Das Marcus-Gunn-Syndrom äußert sich durch eine unwillkürliche Bewegung des [[Musculus levator palpebrae]] bei Bewegung des [[Unterkiefer]]s, was zu einem Aufreißen der Augen führt. Ursächlich ist eine [[Innervation|Fehlinnervation]] des Muskels. Er wird bei Erkrankten nicht wie sonst durch den [[Nervus oculomotorius]], sondern teilweise oder vollständig durch den [[Nervus mandibularis]] versorgt. Dieser innerviert auch in den [[Musculus pterygoideus lateralis]], der an der Unterkieferbewegung beteiligt ist. Je nach Umfang der Fehlinnervation fällt die unwillkürliche Bewegung des Lids mehr oder weniger stark auf.
  
 
Das Marcus-Gunn-Syndrom äußert sich in der Regel einseitig. In ruhender Position titt oft eine partielle oder vollständige [[Ptosis]] auf. Ein [[Strabismus]] kann bei etwa der Hälfte der Betroffenen beobachtet werden.  
 
Das Marcus-Gunn-Syndrom äußert sich in der Regel einseitig. In ruhender Position titt oft eine partielle oder vollständige [[Ptosis]] auf. Ein [[Strabismus]] kann bei etwa der Hälfte der Betroffenen beobachtet werden.  

Aktuelle Version vom 21. April 2016, 11:33 Uhr

Synonym: Mandibulopalpebrale Synkinese
Englisch: Marcus Gunn syndrome, Marcus Gunn jaw-winking syndrome

1 Definition

Das Marcus-Gunn-Syndrom ist eine angeborene Synkinese des Oberlids.

2 Klinik

Das Marcus-Gunn-Syndrom äußert sich durch eine unwillkürliche Bewegung des Musculus levator palpebrae bei Bewegung des Unterkiefers, was zu einem Aufreißen der Augen führt. Ursächlich ist eine Fehlinnervation des Muskels. Er wird bei Erkrankten nicht wie sonst durch den Nervus oculomotorius, sondern teilweise oder vollständig durch den Nervus mandibularis versorgt. Dieser innerviert auch in den Musculus pterygoideus lateralis, der an der Unterkieferbewegung beteiligt ist. Je nach Umfang der Fehlinnervation fällt die unwillkürliche Bewegung des Lids mehr oder weniger stark auf.

Das Marcus-Gunn-Syndrom äußert sich in der Regel einseitig. In ruhender Position titt oft eine partielle oder vollständige Ptosis auf. Ein Strabismus kann bei etwa der Hälfte der Betroffenen beobachtet werden.

3 Therapie

Eine Therapie ist in der Regel nicht nötig. Bei ausgeprägter Ptosis kann eine ophthalmologische Operation zur Korrektur indiziert sein.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.
1 Wertungen (4 ø)

3.586 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: