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Mamillenadenom: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Erkrankungsgipfel liegt bei etwa 45 Jahren. Es sind überwiegend Frauen betroffen, nur selten Männer. Die Adenome treten hauptsächlich auf der linken Körperseite auf und selten [[bilateral]].
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Der Erkrankungsgipfel liegt bei etwa 45 Jahren. Es sind überwiegend Frauen betroffen, nur selten Männer. Die Adenome treten hauptsächlich auf der linken Körperseite auf und selten [[bilateral]].
  
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Das Mamillenadenom manifestiert sich klinisch als erbsgroßer, unterschiedlich gut begrenzter Tumor in Höhe der [[Sinus lactei]]. Der Tumor kann bis zur Mamillenoberfläche proliferieren und bei Durchbrechen des [[Plattenepithel]]s zu [[Erosion]]en, [[Entzündung]]en und Blutungen führen. Zusätzlich können sich rötliche, krustige und schuppende [[Plaque]]s bilden. Die Mamille erscheint vergrößert, [[Juckreiz|juckt]] und ist schmerzhaft.
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Die definitive Diagnose kann nur durch eine Exzisionsbiopsie gestellt werden.
 
Die definitive Diagnose kann nur durch eine Exzisionsbiopsie gestellt werden.
  
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Beim Mamillenadenom handelt sich um eine [[benigne]], in der Regel einseitige [[papillär]]e und [[adenomatös]]e drüsenartige [[Neoplasie]] der Mamma, die in das umliegende Stroma hineinwächst. Man unterscheidet zwischen einem adenomatösen und [[syringomatös]]en (die [[ekkrin]]en Drüsen betreffenden) Mamillenadenom. Histologisch sind solide, papilläre und tubuläre Neoplasien zu sehen. Das Epithel ist meist zweireihig, die luminale Zellschicht ist dabei meist hochprismatisch. Vereinzelt können [[Nekrose]]n sichtbar sein.
 
Beim Mamillenadenom handelt sich um eine [[benigne]], in der Regel einseitige [[papillär]]e und [[adenomatös]]e drüsenartige [[Neoplasie]] der Mamma, die in das umliegende Stroma hineinwächst. Man unterscheidet zwischen einem adenomatösen und [[syringomatös]]en (die [[ekkrin]]en Drüsen betreffenden) Mamillenadenom. Histologisch sind solide, papilläre und tubuläre Neoplasien zu sehen. Das Epithel ist meist zweireihig, die luminale Zellschicht ist dabei meist hochprismatisch. Vereinzelt können [[Nekrose]]n sichtbar sein.
 
==Klinik==
 
Das Mamillenadenom manifestiert sich klinisch als erbsgroßer, unterschiedlich gut begrenzter Tumor in Höhe der [[Sinus lactei]]. Der Tumor kann bis zur Mamillenoberfläche proliferieren und bei Durchbrechen des [[Plattenepithel]]s zu [[Erosion]]en, [[Entzündung]]en und Blutungen führen. Zusätzlich können sich rötliche, krustige und schuppende [[Plaque]]s bilden. Die Mamille erscheint vergrößert, [[Juckreiz|juckt]] und ist schmerzhaft.
 
  
 
==Risiko==
 
==Risiko==

Version vom 4. Oktober 2018, 17:51 Uhr

Synonyme: floride Papillomatose, papilläre Adenose, erosive Adenomatose

1 Definition

Unter einem Mamillenadenom versteht man in der Pathologie einen gutartigen Tumor im Bereich der Brustwarze (Mamille). Er ist makroskopisch vorgewölbt, druckschmerzhaft und kann bei Berührung leicht bluten.

2 Epidemiologie

Der Erkrankungsgipfel liegt bei etwa 45 Jahren. Es sind überwiegend Frauen betroffen, nur selten Männer. Die Adenome treten hauptsächlich auf der linken Körperseite auf und selten bilateral.

3 Klinik

Das Mamillenadenom manifestiert sich klinisch als erbsgroßer, unterschiedlich gut begrenzter Tumor in Höhe der Sinus lactei. Der Tumor kann bis zur Mamillenoberfläche proliferieren und bei Durchbrechen des Plattenepithels zu Erosionen, Entzündungen und Blutungen führen. Zusätzlich können sich rötliche, krustige und schuppende Plaques bilden. Die Mamille erscheint vergrößert, juckt und ist schmerzhaft.

4 Diagnose

Die definitive Diagnose kann nur durch eine Exzisionsbiopsie gestellt werden.

5 Pathohistologie

Beim Mamillenadenom handelt sich um eine benigne, in der Regel einseitige papilläre und adenomatöse drüsenartige Neoplasie der Mamma, die in das umliegende Stroma hineinwächst. Man unterscheidet zwischen einem adenomatösen und syringomatösen (die ekkrinen Drüsen betreffenden) Mamillenadenom. Histologisch sind solide, papilläre und tubuläre Neoplasien zu sehen. Das Epithel ist meist zweireihig, die luminale Zellschicht ist dabei meist hochprismatisch. Vereinzelt können Nekrosen sichtbar sein.

6 Risiko

  • mailgne Entartung (selten)

7 Differentialdiagnose

8 Therapie

Mamillenadenome werden operativ entfernt. Das Gewebe muss vollständig reseziert werden, da bei einer Teilexzision das Risiko von Rezidiven besteht. Das entnommene Gewebe muss darauf untersucht werden, ob die Schnittränder tumorfrei sind. Zusätzlich sollte eine regelmäßige Kontrolle beim Gynäkologen erfolgen.

9 Quellen

  • Pathologie: Mamma, Weibliches Genitale, Schwangerschaft und Kindererkrankungen

herausgegeben von Manfred Dietel, Günter Klöppel, 3.Auflage, 2013, Springer-Verlag.

  • Histopathologie der Haut. Herausgegeben von Helmut Kerl, Claus Garbe, Lorenzo Cerroni, Helmut Wolff, 2003, Springer-Verlag.
  • Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms

herausgegeben von Uwe Fischer, Friedemann Baum, 2011, Thieme-Verlag.

  • Pathologie 4: Weibliches Genitale Mamma Pathologie der Schwangerschaft, der ...

herausgegeben von W. Remmele, 2.Auflage, 1997, Springer-Verlag.

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Dezember 2010 um 15:37 Uhr bearbeitet.

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