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Malignes neuroleptisches Syndrom

Version vom 30. August 2007, 14:10 Uhr von Cand.med. Alexandros Oikonomidis (Diskussion | Beiträge)

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Eine Krankheit, die durch Dopaminantagonisten (v.a. Neuroleptika), Lithium oder trizyklische Antidepressiva ausgelöst wird. Es tritt bei hoher Dosierung oder schneller Aufdosierung der oben genannten Medikamente in den ersten 4 Wochen nach Therapiebeginn bzw. – umstellung auf.

Klinik:

• akute Hyperthermie mit Exsikkose ohne Infektionsnachweis • generalisierter Rigor (Zahnradphänomen) • extrapyramidal - motorische Störungen (Grimassieren, Tremor,

               Opisthotonus)

• vegetative Symptomatik (Schweißausbruch, Tachykardie) • Labor: CK-Erhöhung (oft ›1000 U/I), Leukozytose, u. U.

               Myoglobinurie

Komplikationen:

Rhabdomyolyse mit Myoglobinurie → akutes Nierenversagen Krampfanfälle Dehydrierung → Phlebothrombose → Lungenembolie

Therapie:

• Absetzen der Neuroleptika! • Monitoring (EKG, RR, Temperatur, CK, Myoglobin, BGA, Elektrolyte) • Volumensubstitution • Fiebersenkung (Paracetamol) • Thromboseprophylaxe (Calciparin, Physiotherapie) • Behandlung des dopaminergen Defizits mit Bromocriptin oder Amantadin • Dantrolen in schweren Fällen bzw. bei ausbleibender Besserung nach 24 Stunden

Prognose:

Die Letalität liegt bei ca. 5 – 10 %.

Differentialdiagnose:

Malignes Dopaminmangelsyndrom Perziniöse Katatonie (katatoner Stupor) Maligne Hyperthermie

Diese Seite wurde zuletzt am 30. August 2007 um 23:08 Uhr bearbeitet.

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