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Magen

Version vom 1. November 2007, 23:53 Uhr von 80.135.94.65 (Diskussion)

Synonym: Ventriculus, Gaster
Englisch: stomach

1 Allgemein

Der Magen ist das zwischen Ösophagus und Duodenum eingeschaltete Hohlorgan, in dem die ersten Schritte der Verdauung stattfinden. Er tritt in seiner primitivsten Form bereits bei Cnidaria (Nesseltieren) auf.

2 Anatomie

2.1 Form

Der Magen ist ein schlauch- bis sackförmiges Hohlorgan, das sich im linken oberen Quadranten des Abdomens kurz unterhalb des Diaphragma befindet. Durch seine gebogene Form weist er eine konvexe, nach links gerichtete, und eine konkave, nach rechts und kranial weisende Magenkurvatur auf. An ihnen verlaufen Gefäßarkaden zur Versorgung des Organes entlang. Ihre lateinische Bezeichnung lautet:

2.2 Einteilung

Die Einteilung des Magens erfolgt in vier Abschnitte, die eine unterschiedliche Histologie und Funktion aufweisen. Man unterscheidet:

Die obere Magenöffnung wird als "oberer Magenmund" oder Ostium cardiacum, die untere Magenöffnung als "unterer Magenmund" oder Ostium pyloricum bezeichnet.

2.3 Lage

Der Magen liegt intraperitoneal, als entwicklungsgeschichtliches Relikt weist er zwei Mesogastrien (Mesenterien) auf, die sich als Omentum majus bzw. minus sowie als Verbindungszüge zwischen Magen und benachbarten Organen weiterentwickeln und die Bursa omentalis einschliessen.

3 Histologie

Der Magen weist schematisch denselben Wandaufbau auf wie alle Abschnitte des Gastrointestinaltraktes. Der Magenschleimhaut untergelagert ist eine submuköse Bindegewebeschicht; eine dreilagige, gewunden verlaufende Tunica muscularis sorgt über Kontraktionen der glatten Muskulatur für den Weitertransport des Chymus (Peristaltik) sowie die Durchmischung des Speisebreis (Peristolik). Die Magenmukosa weist verschiedene Zelltypen auf: Vor allem im Kardiabereich kommen schleimsezernierende Nebenzellen vor, während die Hauptzellen des Corpusbereiches vor allem Pepsinogen produzieren. Daneben sind Belegzellen (Parietalzellen) beschrieben, die über eine luminale H+-K+-ATPase Protonen abgeben und damit für den sauren Magen-pH verantwortlich sind. Sie sezernieren ausserdem Intrinsic Factor.

4 Physiologie

Der Magen übernimmt den ersten Teil der Verdauung. Über eine Ansäuerung des Speisebreis und eine Versetzung mit Pepsin wird eine erste Aufschliessung des Nährstoffe vorgenommen, daneben sorgt die Magenperistolik für eine Durchmischung des Chymus. Der Magen unterliegt in seiner sektretorischen und mechanischen Funktion einer komplexen endokrinen Regulation.

Siehe auch: Magenerkrankungen

5 Weblinks

Anatomie des Magens

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