Lymphoretikuläres Bindegewebe

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1 Definition

Lymphoretikuläres Bindegewebe ist eine Form des Bindegewebes, die in lymphatischen Geweben bzw. lymphatischen Organen vorkommt.

2 Histologie

Lymphoretikuläres Bindegewebe besteht aus einem dreidimensionalen Maschenwerk aus Retikulumzellen, in das freie Zellen (Lymphozyten, Makrophagen) eingelagert sind. Sie ordnen sich zu Lymphfollikeln an. Das Zellgerüst wird durch extrazelluläre Retikulinfasern versteift. Die Retikulumzellen unterteilt man in fibroblastische Retikulumzellen, die Fasern produzieren, und histiozytäre Retikulumzellen, die sich aus dem Zellverbund lösen können und zur Phagozytose fähig sind. Darüber hinaus kommen dendritische Zellen vor, die eine funktionelle Beziehung mit den Lymphozyten eingehen.

Lymphoretikuläres Bindegewebe findet man beispielsweise in Lymphknoten, Milz, Tonsillen und Thymus sowie in der Lamina propria der Tunica mucosa des Duodenums.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Lymphoretikul%C3%A4res_Bindegewebe&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Lymphoretikul%C3%A4res_Bindegewebe

Fachgebiete: Histologie

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