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Lumboischialgie: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Lumboischialgie''' ist ein lumbosakrales Wurzelreizsyndrom, bei dem [[Schmerz]]en im Bereich der [[Lendenwirbelsäule]] und im Versorgungsbereich des [[Nervus ischiadicus]] auftreten.  
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Die '''Lumboischialgie''' ist kein lumbosakrales Wurzelreizsyndrom, bei dem [[Schmerz]]en im Bereich der [[Lendenwirbelsäule]] und im Versorgungsbereich des [[Nervus ischiadicus]] auftreten.  
  
 
Die isolierte Nervenreizung des Nervus ischiadicus bezeichnet man als [[Ischialgie]], isolierte Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule als [[Lumbalgie]]. Da die Beschwerden häufig nicht klar voneinander abgrenzbar sind, ist der Übergang zwischen Lumboischialgie, Lumbalgie und Ischialgie fließend. Die Begriffe werden im klinischen Alltag häufig synonym verwendet.
 
Die isolierte Nervenreizung des Nervus ischiadicus bezeichnet man als [[Ischialgie]], isolierte Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule als [[Lumbalgie]]. Da die Beschwerden häufig nicht klar voneinander abgrenzbar sind, ist der Übergang zwischen Lumboischialgie, Lumbalgie und Ischialgie fließend. Die Begriffe werden im klinischen Alltag häufig synonym verwendet.

Version vom 25. November 2010, 16:03 Uhr

Synonyme: radikuläres Lumbalsyndrom, lumbales Wurzelsyndrom, "Hexenschuss"
Englisch: lumbar radiculopathy, lumbosacral radiculopathy

1 Definition

Die Lumboischialgie ist kein lumbosakrales Wurzelreizsyndrom, bei dem Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und im Versorgungsbereich des Nervus ischiadicus auftreten.

Die isolierte Nervenreizung des Nervus ischiadicus bezeichnet man als Ischialgie, isolierte Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule als Lumbalgie. Da die Beschwerden häufig nicht klar voneinander abgrenzbar sind, ist der Übergang zwischen Lumboischialgie, Lumbalgie und Ischialgie fließend. Die Begriffe werden im klinischen Alltag häufig synonym verwendet.

2 Ursachen

Oft liegt ein Bandscheibenvorfall zugrunde, der meist zwischen LWK 4 und 5 oder zwischen LWK 5 und SWK 1 lokalisiert ist. Es kann sich jedoch auch um Raumforderungen aufgrund anderer pathologischer Veränderungen wie Osteophyten oder Hypertrophie der Facettengelenke handeln.

3 Symptome

Bei mechanischer Reizung der Nervenwurzeln L5 und S1 kommt es zu ins Bein ausstrahlenden Schmerzen und neurologischen Störungen. Als Nachweis eines Nervendehnungsschmerzes wird oft das positive Lasègue-Zeichen gefunden.

Teilweise bestehen auch neurologische Ausfälle, die bei der Überprüfung von Zehen- und Hackengang und Einbeinstand nachgewiesen werden. Unverzichtbar ist ebenso die Überprüfung der Eigenreflexe (hier PSR und ASR).

4 Therapie

Medikamentös werden häufig NSAR oder Muskelrelaxantien gegeben, ergänzend erfolgt physikalische Therapie. Beim Cauda-Syndrom besteht eine absolute OP-Indikation, ggf. auch bei Paresen.

Weitere Informationen siehe unter: Ischialgie

Diese Seite wurde zuletzt am 20. Oktober 2021 um 10:58 Uhr bearbeitet.

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