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Low-T3-low-T4-Syndrom: Unterschied zwischen den Versionen

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Geringer Anstieg des T4-Spiegels im [[TRH-Test]], reduzierter (F-)T3-Spiegel.
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Die Diagnose erfolgt durch Ausschluss einer Hypothyreose. Labordiagnostisch sieht man einen geringen Anstieg des T4-Spiegels im [[TRH-Test]] und einen reduzierten (F-)T3-Spiegel.
  
Falls vorhanden, können frühere Schilddrüsenuntersuchungsergebnisse wegweisend sein. Eine medikamentös induzierte Veränderung der Schilddrüsenhormone (z.B. durch [[Amiodaron]], [[Dopamin]] oder [[Glukokortikoid]]e) sollte ausgeschlossen werden.
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Falls vorhanden, können frühere Schilddrüsenuntersuchungsergebnisse wegweisend sein.  
  
 
==Therapie ==
 
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Mit der erfolgreichen Therapie der Grunderkrankung normalisieren sich auch die Schilddrüsenwerte. Im Normalfall bedarf es daher keiner weiteren Therapie. Eine kontinuierliche Kontrolle der Schilddrüsenfunktionsparameter bis zur Normalisierung der Werte wird empfohlen.
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Bei erfolgreicher Therapie der Grunderkrankung normalisieren sich auch die Schilddrüsenwerte. Da die Patienten [[euthyreot]] sind, bedarf es daher keiner [[Hormonsubstitution]]. Eine kontinuierliche Kontrolle der Schilddrüsenfunktionsparameter bis zur Normalisierung der Werte wird empfohlen.
  
 
==Siehe auch==
 
==Siehe auch==

Version vom 1. August 2017, 17:17 Uhr

Synonym: Low-T3-T4-Syndrom

1 Definition

Als Low-T3-low-T4-Syndrom bezeichnet man eine niedrige Konzentration von Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) im Blut bei hoher rT3- und normaler TSH-Konzentration.

2 Pathologie

Das Syndrom hat keinen eigenen Krankheitswert. Es kommt meist bei Patienten mit anderen schweren Erkrankungen vor, insbesondere bei notwendiger intensivmedizinischer Behandlung. Jede akute, schwere Erkrankung ist prinzipiell dazu in der Lage, die Konzentration der zirkulierenden Schilddrüsenhormone zu verändern, Hauptursache ist dabei die Freisetzung von Zytokinen.

Das Low-T3-low-T4-Syndrom ist mit einer signifikant schlechteren Prognose der kritisch kranken Patienten assoziiert. Es ist eine häufig anzutreffende Komponente des Non-Thyroidal-Illness-Syndroms (NTIS).

3 Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch Ausschluss einer Hypothyreose. Labordiagnostisch sieht man einen geringen Anstieg des T4-Spiegels im TRH-Test und einen reduzierten (F-)T3-Spiegel.

Falls vorhanden, können frühere Schilddrüsenuntersuchungsergebnisse wegweisend sein.

4 Therapie

Bei erfolgreicher Therapie der Grunderkrankung normalisieren sich auch die Schilddrüsenwerte. Da die Patienten euthyreot sind, bedarf es daher keiner Hormonsubstitution. Eine kontinuierliche Kontrolle der Schilddrüsenfunktionsparameter bis zur Normalisierung der Werte wird empfohlen.

5 Siehe auch

6 Literatur

  1. Dietrich, J. W., K. Brisseau und B. O. Boehm (2008). "Resorption, Transport und Bioverfügbarkeit von Schilddrüsenhormonen." Deutsche Medizinische Wochenschrift 133 (31/21): 1644-8. PMID 18651367
  2. Dietrich, J. W., A. Stachon, B. Antic, H. H. Klein, and S. Hering (2008). "The AQUA-FONTIS Study: Protocol of a multidisciplinary, cross-sectional and prospective longitudinal study for developing standardized diagnostics and classification of non-thyroidal illness syndrome." BMC Endocrine Disorders 8 (13). PMID 18851740

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