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Chemisch ist Loperamid ist ein [[Diphenyl]]-[[Piperidin]]. Es ist ein Scheinopioid, da es kaum an den zentralen [[Opioidrezeptor]]en andocken kann, weil es diese normalerweise gar nicht erreicht. Es ist somit ein lokal wirksames Opioid, das durch Stimulation der Opioidrezeptoren im Bereich des Gastrointestinaltrakts eine Hemmung der intestinalen [[Sekretion]] und der propulsiven [[Peristaltik]] bewirkt. Ausserdem wird der Tonus der Schliessmuskulatur verstärkt.
 
Da es nicht zentral wirkt, hat es keine [[analgetisch]]e Wirkung, wirkt nicht dämpfend auf den Hustenreiz und nicht atemdepressiv. In der Regel ist keine [[Miosis]] erkennbar. Somit sind bei therapeutischer Dosierung und intakter [[Blut-Hirn-Schranke]]  keine schwerwiegenden Nebenwirkungen im Nervensystem zu erwarten.  
 
Da es nicht zentral wirkt, hat es keine [[analgetisch]]e Wirkung, wirkt nicht dämpfend auf den Hustenreiz und nicht atemdepressiv. In der Regel ist keine [[Miosis]] erkennbar. Somit sind bei therapeutischer Dosierung und intakter [[Blut-Hirn-Schranke]]  keine schwerwiegenden Nebenwirkungen im Nervensystem zu erwarten.  
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Mögliche Wechselwirkungen wurden beobachtet mit [[Ritonavir]], [[Ketoconazol]] und [[Chinidin]].
 
Mögliche Wechselwirkungen wurden beobachtet mit [[Ritonavir]], [[Ketoconazol]] und [[Chinidin]].
 
== Handelsnamen ==
 
Immodium in verschiedenen Darreichungsformen und Dosierungen sowie zahlreiche Generika.
 

Version vom 29. Dezember 2007, 14:52 Uhr

Loperamid ist ein Antidiarrhoicum aus der Gruppe der synthetischen Opioide. Handelsname: Immodium®, sowie Generika
Englisch: loperamide

1 Indikationen

Loperamid wird symptomatisch gegen Durchfall eingesetzt.

2 Pharmakologie

Chemisch ist Loperamid ist ein Diphenyl-Piperidin. Es ist ein Scheinopioid, da es kaum an den zentralen Opioidrezeptoren andocken kann, weil es diese normalerweise gar nicht erreicht. Es ist somit ein lokal wirksames Opioid, das durch Stimulation der Opioidrezeptoren im Bereich des Gastrointestinaltrakts eine Hemmung der intestinalen Sekretion und der propulsiven Peristaltik bewirkt. Ausserdem wird der Tonus der Schliessmuskulatur verstärkt. Da es nicht zentral wirkt, hat es keine analgetische Wirkung, wirkt nicht dämpfend auf den Hustenreiz und nicht atemdepressiv. In der Regel ist keine Miosis erkennbar. Somit sind bei therapeutischer Dosierung und intakter Blut-Hirn-Schranke keine schwerwiegenden Nebenwirkungen im Nervensystem zu erwarten.

In Deutschland ist Deutschland apotheken-, jedoch nicht verschreibungspflichtig.

3 Gegenanzeigen

Loperamid wirkt rein symptomatisch und nicht gegen die Ursache der Durchfallerkrankung. Neben der subjektiven Beschwerdelinderung kann es den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust stoppen. Dennoch darf Loperamid nur kurzzeitig bei bekannter Grunderkrankung oder parallel zu kausalen Therapie eingenommen werden.

4 Nebenwirkungen

** Somnolenz
** Obstipation
** Nausea
** Bauchschmerzen
** selten allergische Hautreaktionen

5 Wechselwirkungen

Mögliche Wechselwirkungen wurden beobachtet mit Ritonavir, Ketoconazol und Chinidin.

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