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Longitudinale Muskeladaption

Version vom 1. August 2021, 21:58 Uhr von HP Dipl. Math. Stefan Rolf Paff (Diskussion | Beiträge)

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Englisch: longitudinal muscle adaptation

1 Definition

Ein physiologischer Mechanismus, bei dem auf entsprechende Reize hin die Anzahl der seriellen Sarkomere eines Muskels verändert (vermindert oder vermehrt) wird.

2 Eigenschaften

Im Rahmen eines intensiv dehnenden Trainings, insbesondere wenn dieses Muskelkater hervorruft, kommt es im Rahmen der Reparatur der eingerissenen Z-Scheiben zu einer Vermehrung der Anzahl der seriellen Sarkomere, einer positiven longitudinalen Muskeladaption. Der derart adaptierte Muskel verfügt über eine geringfügig größere Dehnfähigkeit. Der Arbeitspunkt der einzelnen Sarkomere bei identischer Anforderung ist damit geringfügig in Richtung des Kraftmaximums im Sinne der Kraft-Längen-Relation adaptiert. Darüber hinaus kann eine geforderte Muskelleistung bzw. Sehnenkraft ihrem Betrag nach von mehr Sarkomeren als zuvor erbracht werden, was die Anforderungen an die einzelnen Sarkomere geringfügig verringert und damit sowohl die Muskelleistungsfähigkeit geringfügig erhöht als auch seine Verletzungsanfälligkeit geringfügig vermindert, letzteres auch durch die verbesserte Dehnfähigkeit und damit verringertes Rupturrisiko bzw. Risiko für Zerrungen.

Wird ein Gelenk hingegen über längere Zeit in ungünstiger Position immobilisiert, werden serielle Sarkomere derjenigen Muskeln abgebaut, die sich dabei in kurzer Sarkomerlänge befinden, also die Anzahl serieller Sarkomere verkleinert.

Mit beiden Ausprägungen des Mechanismus adaptiert sich der Körper an die erfahrene Anforderung. Im letzteren Fall sorgt er dafür, daß aus der immobilisierten Position (die ein neues "Normal" darzustellen scheint) noch weitere konzentrische Kontraktion stattfinden kann, und dies - der Kraft-Längen-Relation folgend - auch noch mit einer gewissen Sehnenkraft.

Grundsätzlich adaptiert der Muskel aber über diese beiden extremen Beispiele hinaus auch auf andere vielfach iterierte andere Anforderungen hin, etwa beruflicher oder sportlicher Art, und passt damit seinen Arbeitsbereich den alltäglichen Anforderungen an.

Diese Seite wurde zuletzt am 1. August 2021 um 21:58 Uhr bearbeitet.

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