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Ligamentum iliofemorale

Version vom 20. September 2015, 16:10 Uhr von Manuel Davari Dolat-Abadi (Diskussion | Beiträge)

nach Henry Jacob Bigelow, (1818-1890) amerikanischer Chirurg
Synonym: Bigelow-Ligament
Englisch: iliofemoral ligament

1 Definition

Das Ligamentum iliofemorale ist ein Y-förmiges Band, welches das Hüftgelenk stabilisiert und Teil seiner Gelenkkapsel ist. Es gehört zu den stärksten Bändern des menschlichen Körpers.

2 Anatomie

Das Ligamentum iliofemorale zieht von der Spina iliaca anterior inferior des Os ilium zur Linea intertrochanterica des Oberschenkelknochens (Femur). Man kann dabei 2 Bandanteile unterscheiden: Die medialen Faserzüge des Ligaments (Pars verticalis) setzen am unteren Teil der Linea intertrochanterica an, die lateralen Faserzüge (Pars horizontalis) am Tuberkel des oberen Teils der Linie.

3 Funktion

Das Ligamentum iliofemorale wirkt einer übermässigen Extension des Oberschenkels im Hüftgelenk entgegen und verhindert somit ein Abkippen des Beckens nach hinten. Es hemmt außerdem die Adduktion.

4 Klinik

Bei einer Luxation tritt der Femurkopf meist nach dorsocranial, zwischen einer in der Membrana fibrosa befindlichen Schwachstelle, aus der Gelenkpfanne heraus. Diese ist lokalisiert zwischen dem Ligamentum iliofemorale und ischiofemorale. Diese charakteristische Luxation nennt man auch: Luxatio ischiadica. Ein Austreten nach vorne wird durch das Ligamentum iliofemorale verhindert.

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