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Leptin

Version vom 18. März 2015, 23:55 Uhr von Duc Le Viet (Diskussion | Beiträge)

Von griechisch: leptos - dünn
Synonym: OB-Protein
Englisch: leptin

1 Definition

Leptin ist ein aus dem Fettgewebe stammendes Hormon, das an der Steuerung von Hunger- und Sättigungsgefühl beteiligt ist.

2 Struktur

Das zu den Peptidhormonen gehörende Signalmolekül (16 kDa) wird von reifen Adipozyten gebildet.

3 Homöostase

Die Synthese von Leptin erfolgt vor allem in Adipozyten. Es vermag die Blut-Hirn-Schranke zu durchschreiten und entfaltet seine Wirkung insbesondere im Bereich des Hypothalamus.

4 Wirkungen

Leptin überträgt ein Sättigungssignal. Es steht dabei in antagonistischer Redundanz zu Ghrelin. Darüber hinaus scheint Leptin bei Inflammationsprozessen und der embryonalen Implantation eine Rolle zu spielen. Zusätzlich stimuliert Leptin im Hypothalamus die Synthese von TRH und GnRH

5 Pathophysiologie

Die Wirkung des zentralen Sättigungssignals ist im Falle einer Leptinresistenz gestört. In der Folge entwickelt sich eine endokrin bedingte Adipositas; bei bestimmten adipösen Patienten kann also der Leptinspiegel im Blutplasma erhöht sein. Eine solche Leptin-Resistenz oder eine genetische Veränderung im Leptin-Signalweg sind jedoch in den seltensten Fällen die eigentliche Ursache von Adipositas.

Diese Seite wurde zuletzt am 6. November 2020 um 14:43 Uhr bearbeitet.

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