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Lenograstim

Version vom 16. September 2013, 16:47 Uhr von Elvin Huseynov (Diskussion | Beiträge)

Handelsname und Applikationsform: - Granocyte 13 Inj.Lsg. 105 µg - Granocyte 34 Inj.Lsg. 263 µg

1 Definition

Lenograstim ist ein biotechnologisch hergestelltes Glykoprotein, das zu den Zytokinen zählt und dem humanen Granulozyten-Kolonie-stimulierenden Faktor (G-CSF) entspricht. Es wird bei schweren Neutropenien eingesetzt, zum Beispiel im Rahmen einer Chemotherapie.

2 Hintergrund

Lenograstim ist wird in Zellkulturen mit modifizierten Ovarialzellen des chinesischen Hamsters hergestellt. Es ist identisch mit humanen G-CSF. Die Anwendung von Lenograstim steigert die Zahl der neutrophilen Granulozyten im peripheren Blut etwa um das 100fache.

3 Anwendung

Eine Behandlung mit Lenograstim sollte nur in Zusammenarbeit mit Onkologen bzw. Hämatologen durchgeführt werden, die über Erfahrungen mit dem Einsatz von G-CSF verfügen. Lenograstim wird in Anschluß an einen Chemotherapiezyklus über einen Zeitraum von etwa einer Woche täglich einmal subkutan injiziert. Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt 5 µg/kg Körpergewicht/Tag. Die genaue Dosierung ist abhängig von der jeweiligen Indikation.

4 Nebenwirkungen

Als Nebenwirkungen von Lenograstim können unter anderem Knochenschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber auftreten.

5 Gegenanzeigen

Wegen einer möglichen Förderung des Tumorwachstums darf Lenograstim bei malignen myeloischen Erkrankungen nicht angewandt werden.

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