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Leishmania major

Version vom 1. April 2016, 03:47 Uhr von Dr. rer. pol. Werner Lange (Diskussion | Beiträge)

Definition

Leishmania major ist der Erreger einer kutanen Leishmaniose (auch als Orientbeule bezeichnet), der in West- und Mittelasien (inkl. Afghanistan), in einigen Gebieten von Indien und Pakistan, in Nordafrika, der Arabischen Halbinsel, Westafrika sowie im Sudan und im Südsudan endemisch ist. Die Erreger werden durch den Stich von Sandmücken der Gattung Phlebotomus übertragen. Reservoirwirte der zoonotischen Infektionskrankheit sind verschiedene Ratten- und Mäusegattungen, die in ihrer großen Mehrheit der Rennmäuse-Unterfamilie der Langschwanzmäuse angehören. Hauptreservoirwirt in Westasien und Nordafrika ist Psammomys obesus (die Fette Sandratte).

Die durch Leishmania major bewirkten schmerzlosen Hautläsionen mit erhöhten Rändern sind oft stark entzündet und ulzeriert, heilen jedoch im Normalfall nach 2-8 Monaten von allein ab und verleihen nach erfolgter Selbstheilung meist eine lebenslange klinische Immunität gegen den gleichen Erreger. Besonders bei Endemiegebiet-fremden Infizierten sind jedoch Komplikationen wie mehrfache, später zusammenwachsende Läsionen mit langwierigen Heilungsprozessen nicht ausgeschlossen.

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